Orgel
Die Orgel wurde von der Orgelbauwerkstätte Siegfried Schmid gebaut und am Pfingstmontag 2015 geweiht. Bei der Erstellung der Disposition galt es, mit den brauchbaren Registern der Vorgängerinstrumente von Steinmeyer und Zeilhuber ein Klangkonzept zu entwickeln, welches an die Tradition der deutsch-romantischen Orgel anknüpft, aber auch dem Anspruch an ein Instrument zu Beginn des 21. Jahrhunderts gerecht wird.
Die Spieltraktur wurde mechanisch angelegt. Die Registersteuerung erfolgt elektrisch mittels besonders geräuscharm arbeitender Schleifenzugmagneten. Eine moderne Setzeranlage verfügt neben den verschiedenen Speichermöglichkeiten über weitere Funktionen (z. B. Stimmsystem, Aufnahme- bzw. Abspielfunktion usw.). Ebenfalls elektrisch sind die Koppeln ausgeführt, samt den zahlreichen Oktavkoppeln. Eine weitere Spielhilfe stellt der Registerschweller mit vier Crescendoprogrammen dar. Die Gestaltung des Spieltisches orientiert sich, bei zeitgemäßer Ausführung, an Vorbildern von Cavaillé-Coll.
Das Schleifladen-Instrument hat 52 Register (48 klingende Stimmen, 4 Transmissionen), die sich auf drei Manualwerke und Pedal verteilen. Die Prospekte vom Hauptgehäuse und Rückpositiv gliedern sich in drei Teile und stellen so ein gestalterisches Pendant zum Hochaltar dar.
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Normalkoppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
Sub- und Superoktavkoppeln: jeweils: I/I, I/II, II/II, III/I, III/II, III/III; zusätzlich III/P (Superoktavkoppel)
Spielhilfen: Setzeranlage, Crescendo-Walze
Anmerkungen
(S) = Historisches Register von Steinmeyer (1867)
Hörbeispiele der Stephanus-Orgel:
Max Reger - Präludium und Fuge G-Dur (op. 85) (youtube.com)
Claude Debussy: Danse - Tarantelle styrienne (youtube.com)
Chororgel
Außer der Hauptorgel hat die Kirche seit März 2023 eine Chororgel. Dieses Orgelwerk steht in einem als Schwellkasten gebauten Gehäuse auf der Nordempore im Altarraum. Gespielt wird es über eine elektropneumatische Traktur an einem fahrbaren Spieltisch. In seinen Grundzügen geht das Instrument auf die 1956 gebaute Chororgel der Gedächtniskirche in Speyer Gedächtniskirche der Protestation (Speyer) zurück, von wo sie stammt. In einem weiteren Bauabschnitt soll sie als Fernwerk von der großen Stephanus-Orgel aus spielbar gemacht werden.
Die Disposition lautet:
|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Koppeln: II/I, I/P, II/P
Spielhilfen: Tutti, 1 freie Kombination, Zimbelstern, Generalschweller
Hörbeispiel der Chororgel:
Louis Vierne: Intermezzo (op. 51/4) (youtube.com)