Ein kleines Käppele mit "Vorgarten" steht in der Mückentaler-Steige, direkt am neu gebauten Radweg vom "Roadhouse" hoch nach Maria Steinbach. Je ein Bildstöckle steht auch am Waldrand beim Fußweg nach Illerbeuren und an der Straße nach Kaltbronn, wo die Pilger über die Iller von der Hängemühle herauf ankamen. Dieses "Käppele" steht deshalb von der Straße abgewandt, weil es die Pilger begrüßen sollte, die nach der Überfahrt über die Iller den steilen Fußweg von der Hängemühle herauf kamen. Auf der letzten Etappe ihrer Pilger-Reise wurden die Wallfahrer mit den Bildstöckle begrüßt, vor dem Ort abgeholt beziehungsweise auf die Wallfahrt eingestimmt und zur Kirche geleitet. Wer Erfahrung mit Fußwallfahrten hat, der weiß, wie sich die letzte Wegstrecke kurz vor dem Ziel anfühlt. Es ist ein erhebendes Gefühl, erwünscht, begrüßt und willkommen zu sein. Schon beim Aufkeimen der Wallfahrt um das Jahr 1730, erst recht nach der offiziellen Anerkennung 1733, war ein stattlicher Pilgerstrom nach Maria Steinbach unterwegs - und er reißt bis heute nicht ab.