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Die 7 Schmerzen Marias, 0. Einleitung

Die 7 Schmerzen Marias und was sie für uns bedeuten können.

Die 7 Bildstöcke, die uns von hier bis zum Ortseingang von Maria Steinbach begleiten, sind den sieben Schmerzen Marias gewidmet

Die 7 Schmerzen Marias sind:

1. Die Weissagung Simeons an Maria, bei der Darstellung Jesu im Tempel:

„Deine Seele wird ein Schwert durchdringen.“

 

2. Die Flucht der Heiligen Familie vor dem Kindermörder Herodes nach Ägypten.

 

3. Das Verlieren des zwölfjährigen Jesus im Tempel in Jerusalem und die drei Tage dauernde Suche nach ihm.

 

4. Die Begegnung Marias mit ihrem Sohn auf seinem Weg zum Kreuz.

 

5. Das Ausharren Marias unter dem Kreuz Jesu

 

6. Die Kreuzesabnahme Jesu und die Übergabe des Leichnams an Maria

 

7. Das Begräbnis Jesu

Diese sieben Schmerzen zeigen das Mitleiden Marias mit dem Schicksal und der Passion ihres Sohnes Jesus. Die Motive sind biblisch, oder beruhen auf der alten Tradition der Stationen des Kreuzwegs.                                       

Der Weg entlang dieser Stationen führt zum Bild der Muttergottes in der Wallfahrtskirche von Maria Steinbach, mit dem Schwert des Leidens in Ihrer Seele.          

Dieses Bild war und ist für viele ein Trost, die mit großen und kleinen Sorgen und Leiden hierherkommen und in Maria eine Seelenverwandte im Leiden entdecken.

Wenn wir mit Maria den Weg des Leidens Jesu mitgehen und mit ihr als Muttergottes und als Schwester im Glauben unser Leid teilen, dann dürfen wir fest vertrauen, dass ihr Sohn Jesus Christus uns sein Herz zuwendet und uns in unseren Sorgen und Nöten helfen wird.

Zur Geschichte der Bildstöckle:

Errichtet wurden sie 1735 von den Verantwortlichen durch das Kloster Rot, zu dem Maria Steinbach von 1181 bis zur Säkularisation 1803 gehörte. Dieselben enthielten Darstellungen über die 7 Schmerzen Mariens eines unbekannten Meisters. Man vermutet, dass der Maler Hermann Binzer von Rot der Schöpfer war. Was die Roter Mönche mit dem Bau der Bildstöckle bezwecken wollten, die die Zufahrtsstraßen von Lautrach (7 Schmerzen) und Legau (5 Kreuzweg-Stationen) her zum Wallfahrtsort säumen, dafür gibt es eigentlich nur zwei denkbare Beweggründe.
In erster Linie sollte die besondere Bedeutung und Wichtigkeit der Wallfahrt herausgestellt und nach außen sichtbar gemacht werden; das kleine Dorf und seine Wallfahrt gleichsam in alle Richtungen verlängert werden. Sowohl die Marien- als auch die Kreuzwallfahrt haben dabei gleichermaßen Beachtung erfahren: von Lautrach her die Sieben Schmerzen Mariens und aus Richtung Legau der Schmerzhafte Rosenkranz. Zusätzlich steht je ein Bildstöckle am Waldrand beim Fußweg nach Illerbeuren und an der Straße nach Kaltbronn, wo die Pilger über die Iller von der Hängemühle herauf ankamen.
Der zweite Aspekt ist unweigerlich, die vielen Wallfahrer – damals fast ausschließlich zu Fuß, allenfalls mit dem Pferd unterwegs – auf der letzten Etappe ihrer Reise mit den Bildstöckle zu begrüßen, vor dem Ort abzuholen beziehungsweise auf die Wallfahrt einzustimmen und zur Kirche zu geleiten. Wer Erfahrung mit Fußwallfahrten hat, der weiß, wie sich die letzte Wegstrecke kurz vor dem Ziel anfühlt. Es ist ein erhebendes Gefühl, erwünscht, begrüßt und willkommen zu sein. Schon beim Aufkeimen der Wallfahrt um das Jahr 1730, erst recht nach der offiziellen Anerkennung 1733, war ein stattlicher Pilgerstrom nach Maria Steinbach unterwegs - und er reißt bis heute nicht ab.