Tod und Trauer
Oft trifft eine Familie das Thema Krankheit, Sterben, Tod und Trauer eher unvorbereitet. Die Frage, was zu tun ist, oder wo man sich Hilfe holen kann, taucht meistens erst im Ernstfall auf. Mit dieser Information möchten wir einen Überblick anbieten, in dem wichtige Kontaktdaten jederzeit verfügbar sind. Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie Fragen haben. In dringenden seelsorgerischen Notfällen wählen Sie bitte die Nummer des Büros der Pfarreiengemeinschaft Mindeltal unter Tel. (08281) 3443 – dort wird außerhalb der Öffnungszeiten auf eine Notfallnummer weitergeleitet.
Sterbekommunion und Sterbesegen
Der Empfang der letzten Kommunion wird als „Wegzehrung“ bezeichnet. Sie stärkt den Sterbenden beim Loslassen und auf dem Weg in das neue Leben. Sie kann auch mit einem Sterbesegen kombiniert werden – eine Möglichkeit auch für die Angehörigen, sich bewusst auf den Abschied vorzubereiten.
Auch wenn die Hl. Kommunion nicht mehr empfangen werden kann, kann der Sterbende im Kreis seiner Lieben gesegnet und im Gebet begleitet werden.
Der Abschied ist da
Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Zünden Sie vielleicht eine Kerze an, machen Sie Ihrem lieben Angehörigen ein Kreuz auf die Stirn oder sprechen Sie ein vertrautes Gebet. Einfache Rituale können in dieser schwierigen Situation ein bisschen Halt bieten. Wenn Sie dafür bereit sind:
Verständigen Sie die wichtigsten Personen über den Todesfall:
- Rufen Sie Ihre nächsten Angehörigen und Freunde an.
- Melden Sie den Todesfall beim Hausarzt.
- Nehmen Sie gerne Kontakt mit der Pfarreiengemeinschaft Mindeltal auf und informieren Sie uns über den Tod Ihres Angehörigen. Gerne wollen wir Sie von Beginn an in Ihrer Trauer begleiten und Ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen (– Aussegnung, - Läuten, - Scheidegebet, - weitere Rituale, - Trauerbegleitung).
- Verständigen Sie des Weiteren ein Bestattungsunternehmen. Von dort werden dann weitere Schritte eingeleitet.
Requiem und Beisetzung
Die Termine für das Requiem und die anschließende Beisetzung werden vom Büro mit dem Bestatter abgesprochen.
Wir laden Sie dann zum Trauergespräch ein, bei dem Sie die Möglichkeit haben, die Trauerfeierlichkeiten ganz persönlich und individuell mitzugestalten (z. B. Lesungstexte, Liedauswahl, Fürbitten, weitere Texte und Symbolhandlungen etc).
Wir begleiten und beraten Sie gerne.
Das Begräbnis „in aller Stille“ nimmt vielen Menschen die Möglichkeit sich zu verabschieden und Anteil zu nehmen. Ein gemeinsames Abschiednehmen wird meist als stärkend in der Trauerverarbeitung empfunden.
Der Verlust betrifft in erster Linie die Gefühle der Trauernden. Die Feier der Totenwache und des Trauergottesdienstes ist daher in erster Linie ein Dienst an der Trauerfamilie, ohne dass dabei der Wille des Verstorbenen missachtet wird.
Wir als Kirche erachten die Bestattung von Menschen als christlichen Auftrag und Werk der Barmherzigkeit. Im persönlichen Gespräch finden wir bestimmt einen guten Weg für die Trauerfeier, die sowohl der Würde des Verstorbenen als auch dem Bedürfnis nach Trost der Trauerfamilie entspricht.