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Pfarreiengemeinschaft Kühbach
Bistum Augsburg
Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Pfarreiengemeinschaft Kühbach verabschiedet Sr. Albertis und Sr. Irmengild

26.01.2024

10. September 2023

Pfarreiengemeinschaft Kühbach verabschiedet Sr. Albertis und Sr. Irmengild

„Wir haben uns vom ersten Tag an in Kühbach angenommen gefühlt“

 

Sr. Albertis (links) und Sr. Irmengild (rechts) verabschieden sich nach 15 Jahren in Kühbach.

Sie wohnten mit Pfarrer Paul Mahl im Kühbacher Pfarrhaus. Das Bild ist entstand beim Faschingstreiben der Kühbacher Waldgruppe am glumperten Donnerstag diesen Jahres im Pfarrhof. Die Schwestern beobachten mit Freude das Geschehen.

„Fünf Jahre waren geplant, nach fünf Jahren hat es geheißen, solange die Schwestern können, und jetzt sind es 15 Jahre geworden.“ Vor 15 Jahren haben sich die Dillinger Franziskanerinnen Sr. Albertis und Sr. Irmengild bereit erklärt, ihre Kräfte und Begabungen in Kühbach zur Verfügung zu stellen. Sr. Irmengild hat ihr geliebtes Dillingen und Sr. Albertis ihr geliebtes Kalzhofen verlassen, um mit einem unbekannten Pfarrer einen Neustart in Kühbach zu wagen. Aus den drei Personen wurde eine Pfarrhaus-WG, die miteinander gebetet, gegessen und gelebt haben.

Im Rahmen eines Dankgottesdienstes wurden die Klosterschwestern nun am 10. September 2023 in der Pfarrkirche St. Magnus von der Pfarreiengemeinschaft Kühbach mit den Pfarreien Unterbernbach, Großhausen und Unterschönbach feierlich verabschiedet. Zu Gast waren auch Franziskanerinnen aus Dillingen und die zukünftigen Mitschwestern von Sr. Irmengild.

Pfarrer Paul Mahl, der bereits vor zwei Wochen in den Ruhestand verabschiedet worden war, zelebrierte die Messe gemeinsam mit Kühbachs neuem Pfarrer Simon Fleischmann, Pfarrer Norbert Hager und Diakon Michael Gastl. Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Kühbacher Kirchenchor. Mahl bedankte sich am Ende der Messe mit einem herzlichen „Vergelt`s Gott“ und wünschte den Schwestern für die Zukunft an den neuen Wirkungsorten viel Gesundheit und Gottes Segen und überreichte Blumen.

Im Namen der Marktgemeinde überreichte Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher ein Geschenk mit den Worten „Danke für ihr langjähriges, wertvolles und segenbringendes Engagement hier in Kühbach. Ich bin mir sicher, dass ihr Aufenthalt bei uns kein Zufall, sondern vom lieben Gott bestens geplant war. Denn mit ihrer hilfsbereiten, herzlichen und menschlichen Art hätte uns Kühbacherinnen und Kühbachern nichts Besseres passieren können als sie beide.“

Sr. Irmengild war es am Ende noch ein Bedürfnis, Danke zu sagen, auch im Namen von Sr. Albertis: „Danken möchten wir heute unseren Vorgesetzten, dass sie uns Kühbach zugetraut haben und danken möchten wir Pfarrer Paul Mahl. Mit ihm konnten wir in einer guten Atmosphäre und einer friedlichen Pfarrhaus-WG unseren Auftrag erfüllen. Danke sagen wir auch Familie Golling, die uns die 15 Jahre mit Rat und Tat zur Seite stand. Und nicht zuletzt danken wir ihnen allen für ihr Wohlwollen uns gegenüber. Wir haben uns vom ersten Tag an angenommen gefühlt und wir durften viel Schönes erleben, so dass wir uns bald als „echte“ Kühbacher fühlten. Unser Herz ist voller Dankbarkeit für die 15 Jahre.“

Sr. Klara von der Provinzleitung sagte auch „Vergelt`s Gott“ dafür, dass Kühbach die Schwestern so gut aufgenommen hat. Sie informierte, dass Sr. Irmengild in einem Ferienhaus der Franziskanerinnen im Kurort Scheidegg zwei Mitschwestern unterstützen wird. Sr. Albertis kommt zu den Franziskanerinnen nach Dillingen und wird auch dort noch ein wenig mitarbeiten.

Pastoralratsvorsitzender Josef Golling sagte in seiner Rede: „So ist das Leben, es ist ein Kommen und ein Gehen.“ Vor genau 15 Jahren, am 28. September 2008 stand Golling an gleicher Stelle, um die Schwestern zu begrüßen, denn Pfarrer Paul Mahl hatte die geniale Idee, so Golling, die Schwestern nach Kühbach zu holen. Für die Kühbacher war es das Wiederaufleben des überaus segensreichen Wirkens von Dillinger Franziskanerinnen in der Pfarrei. Denn bereits von 1933 bis 1993 waren Dillinger Franziskanerinnen im Caritasheim tätig. Sie führten das Altersheim und auch den damaligen Kindergarten. „Deshalb waren die Kühbacher sehr erfreut, als sie erfuhren, dass 15 Jahre später wieder Kloster-Schwestern nach Kühbach kamen. Viele schöne Erinnerungen wurden wach und wir wurden nicht enttäuscht! Für die Kühbacher waren sie ein Segen.“ Golling sagte weiter: „Mit ihrer herzensguten und positiven Ausstrahlung haben die Schwestern die Kirche in unserer Pfarreiengemeinschaft lebendig und erlebbar gemacht.“ Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit überreichte er jeder Schwester ein Myrten-Bäumchen, an dem Zettel mit vielen lieben Wünschen hingen.

Nach dem Dankgottesdienst standen die Ministranten vor der Kirche Spalier und überreichten Rosen. Der Kühbacher Pfarrgemeinderat hatte für die Gottesdienstbesucher Sekt vorbereitet, um mit den Schwestern zum Abschied noch einmal anzustoßen. Es bildeten sich lange Schlangen um die Schwestern, denn jeder wollte sich nochmals persönlich verabschieden. Mit einem musikalischen Gruß und einem Geschenk verabschiedete sich auch die Gruppe „Fortissimo“.

[Text/Fotos: Helene Monzer]

Erinnerungsfoto der Schwestern mit Pfarrer Norbert Hager, Pfarrer Simon Fleischmann, Diakon Michael Gastl, Pastoralrat Josef Golling, Pfarrsekretärin Maria Golling und Seniorenbeauftragten Franz Czech

Erinnerungsfoto: Zu Gast waren auch Sr. Elke und Sr. Klara von der Privinzleitung und weitere Schwestern.