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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Kirchen und Kapellen

Anna Kapelle

Miteinander der Generationen erbaut um 1500 Anna, die "Begnadete" Mutter der Gottesmutter Maria und Großmutter Jesu. Patronin der Mütter, der glücklichen Heirat, des Kindersegens und der glücklichen Geburt. Gedenktag: 26. Juli Die Annakapelle ist die größte und die älteste Kapelle in Scheidegg. Sie wurde im Jahre 2003 von Grund auf saniert. Nach dem Krieg, als es in Scheidegg noch keine evangelische Kirche gab, durften die evangelischen Christen ihre Gottesdienste in der Kapelle feiern. Jedes Jahr vor Pfingsten kamen sie in der Annakapelle zusammen, um einen ökumenischen Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen zu feiern. Die Annakapelle ist ein in sich ruhender Raum mit einem wunderbaren Altar, gewidmet der '"Sankt Anna Selbdritt". Drei Generationen - das Jesuskind, die Mutter Maria und die Großmutter Anna - sind beieinander. So wie man sich das Miteinander in den Familien wünscht - liebevoll, achtsam und auch mit Geduld.

Gallus Kapelle

Die Erde bewahren erbaut um 1635 Gallus war ein Mönch in St. Gallen. Der "sagenhafte" Abschied der beiden Mönche St. Gallus und St. Magnus soll Scheidegg den Namen gegeben haben. Gedenktag: 16. Oktober Fast immer, wenn man die Galluskapelle am Höhenweg betritt, brennen hier Kerzen. Die Kerzenlichter sind Gebete, Hoffnungen und Wünsche, gesund un heil zu werden. Die Galluskapelle ist eine der älteren Kapellen und liebevoll revoviert. Ein besonders Schatzkästchen. Die Gläubigen feiern hier Gottesdienste am Dienstag und Kindergottesdienste am Sonntag. Im Deckengemälde ist eine innige Inschrift zu entdecken. Maria sagt zu Jesus: "Mein Sohn, erhalte dei Welt vor dem Fal und Undergang." Als Christen und Kirchen haben wir eine besondere Verantwortung. Nur wenn wir die Schöpfung bewahren, werden wir eine gute Zukunft haben. "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" sind die gr0ßen Aufgaben unserer Zeit, wenn wir überleben wollen.

Gallus und Magnus Kapelle

Vor dem Bösen bewahren erbaut um 1840 Gallus, Mönch aus Irland, war Begründer von St. Gallen Magnus, wirkte als Missionar im Allgäu und starb 772 in Füssen Gedenktage: 6. September (St. Magnus) 16. Oktober (St. Gallus) Wenn man von Scheidegg über einen Wiesenweg in Richtung der Wasserfälle hinab nach Bieslings kommt, liegt dort ganz bescheiden eine kleine Kapelle, die den Heiligen Gallus und Mangnus gewidmet ist. Gallus kami im Jahre 610 ins Allgäu und wollte die "wilden" Allgäuer für Christus gewinnen. Magnus hält dem Dämonischen das Kreuz entgegen und macht es so unschädlich. Er gilt als Patron gegen Schädlinge und alle Schädliche. Die Kapelle hat eine kleine Glocke, die früh und abends, zu den Gebetszeiten, liebevoll von den Bewohnern Bieslings von Hand geläutet wird. Ein schönes Zeichen inniger Frömmigkeit. Es ist bereits die dritte Glocke, nachdem die Vorgängerglocken den beiden Weltkriegen zum Opfer fielen.

Herz Jesu Kapelle

Hand aufs Herz! erbaut 1921/22 Die Herz-Jesu-Frömmigkeit geht auf die hl. Margareta (17. Jh.) zurück, die mit ganzem Herzen aus der Liebe Gottes lebt. Symbol dieser Liebe ist das Herz Jesu, aus dem Flammen schlagen. Herz-Jesu-Fest: Freitag nach der Fronleichnamsoktav Die Herz-Jesu-Kapelle in Ebenschwand wrude aus Dankbarkeit erbaut, weil alle jungen Männer aus dem Ersten Weltkrieg unversehrt zurückgekommen sind. In dieser Kapelle kann ich im Blick auf das Herz Jesu mein Herz spüren und meditieren. Ich lege meine Hand auf mein Herz.
Gott sei Dank: mein Herz schlägt. Ich lebe - ich atme - ich bin.
Gott sei Dank - ich spüre mein Herz. Mien Herz, das bin ich selbst.
In meinem Herzen spielt sich das ganze Leben ab.
In meinem Herzen fasse ich einen Plan und treffe meine Entscheidungen.
In meinem Herzen mache ich mir Gedanken und Sorgen -und oft so viele Ängste.
In meinem Herzen fasse ich Mut, sodass ich wieder fröhlich bin und ganz bei Trost.
In meinem Herzen spüre ich das Schönste und Geheimnisvolle - Liebe und Leben.
Ich darf - ich will mein Herz öffnen.

Hubertus Kapelle

"Dann machen wir's miteinand'!" - Erbaut 1986-88 - St. Hubertus verschont den Hirsch, in dessen Geweih er ein Kreuz sieht. Patron der Jäger, Forstleute, Schützengilden und Handwerker. Gedenktag: 3. November Ein besonderes Juwel ist die ökumenische Hubertuskapelle. Sie ist zum Wahrzeichen für gelebte und geliebte Ökumene in Scheidegg geworden. Und das kam so: Es war ein Bauernbub aus Forst mit Namen Xaver, der hatte einen Traum. Wenn ich einmal groß bin, will ich für Forst eine Kapelle bauen. Es vergingen Jahre, Jahrzehnte, als er in der Wirtschaft beim Bier saß und davon erzählte. "Du, ich mach mit", unterstützte ihn ein Evangelischer mit Namen Leo. "Ich gebe dir 100 Mark, und ich helfe dir beim Kapellenbauen." "Aber ich muss auch in die Kapelle dürfen." "Wieso nicht?", fragte der Xaver den Leo. "Ja, du bist katholisch und ich bin evangelisch." Darauf der Xaver: "Dann machen wir's doch miteinand'!" Das ist in Scheidegg zum geflügelten Wort für Ökumene geworden. Etwas zusammen machen. Nicht ohne den anderen - oder gar gegen den anderen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Zusammen singen und beten. Miteinander festliche Gottesdienste feiern, gemeinsame Wege gehen und auch bewusst jeder seinen eigenen Weg gehen. Sich begegnen und voneinander lernen. Die Schätze der Kirchen entdecken - den Schatz der eigenen Kirche und die Schätze der anderen Kirchen genießen.

Katharina und Antonius Kapelle

Suchen und Finden erbaut 1710 St. Katharia hilft bei Migräne und anderen Erkrankungen. Sie verteidigt die christlichen Werte gegen den "gelehrten Unglauben": Gedenktage:25. November (Katharina) und 13. Juni (Antonius) Die beiden Heiligen der Kapelle in Böserscheidegg sind beliebte Volksheilige der katholischen Kriche. Der heilige Antonius wird angerufen, wenn man etwas verloren hat und verzweifelt sucht. Der Allgäuer Volksmund sagt: Hoiliger Antonius, du kreizbraver Mo,
i hob was verlore, fürh mi do na!

Kriegergedächtniskapelle

Den Frieden anmahnen erbaut 1922 Gedenktag: Volkstrauertag Reizend liegt sie auf dem Hügel über dem Bergwaldweg und schaut auf Scheidegg herunter. Ein Kreuzweg mit 14 Stationen führt zur Kriegergedächtniskapelle hinauf. Oben angekommen, überrascht die mächtige Kopfskulptur eines Soldaten. Eltern haben das Denkmal für ihren Sohn, der nicht mehr aus  dem Krieg heimkehrte, in Stein hauen lassen. Die Kriegergedächntiskapelle selbst ist einfach gehalten. Tafeln mit den Namen der Toten erinnern an die Opfer der beiden Weltkriege und mahnen zum Frieden. Sollte  man die Kriegerdächntiskapelle nicht lieber umtaufen und Friedenskapelle nennen?

Lourdsgrotte

Heil und Heilung suchen erbaut 1897 Die Junfrau Maria erscheint mehrmals der jungen Bernadette von Lourdes. Im Auftrag der Maria sucht und findet sie Wasser, das der Reinigung und Heilung dient. Gedenktag: 11. Februar Meine Geschichte ist ganz einfach: die Jungfrau hat sich meiner bedient, und dann hat man mich in die Ecke gestellt. Dort ist mein Platz, dort bin ich glücklich, dort bleibe ich. Bernadette von Lourdes

Marienkapelle Haus

Jetzt - und in der Stunde unseres Todes! erbaut 1981-83 An der Alpenstraße gelegen, halten bei der Marienkapelle am ehesten Motorradfahrer an. Jedes Jahr im Frühjahr kommen sie aus dem ganzen Westallgäu zusammen, um ihre Motorräder segnen zu lassen. Eine Skulptur der Maria mit den Sieben Schmerzen erinnert daran, dass auch Schmerz und Leid, Not und Tod zum Leben gehören. Im Rosenkranz wird Maria angerufen: "Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns."

Martina Kapelle

Betet ohne Unterlass erbaut in der Pestzeit 1622 Martina: die Gott gehörende. Sie sollte dem christlichen Glauben abschwören und blieb Jesus Christus treu. Sie starb als Mrtyrerin. Gedenktag: 30. Januar St. Marina in Schalkenried ist die kleinste und vielleicht auch die innigste Kapelle. Drinnen hat nur eine handvoll Menschen Platz. "Betet ohne Unterlass" ist in die Holztüre heineingeschnitzt. Im Jahre 1622 als Pestkapelle erbaut, gehört sie zu den ältsten Kapellen von Scheidegg. Eine romanische Christusfigur, deren Original  im Rathaussaal gut aufgehofen ist, segnet alle, die in die Kapelle ein- und ausgehen. Der Altar zeigt die Krönung  Mariens. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass manche der von bäuerlicher Hand kunstvoll geschnitzen Heiligenfiguren sechs statt fünf Finger haben.