Konzept
Grundlagen
Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Dazu zählen positives Selbstwertgefühl, Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Das pädagogische Personal hat die Kinder ganzheitlich zu bilden und zu erziehen und auf deren Integrationsfähigkeit hinzuwirken. Der Entwicklungsverlauf des Kindes ist zu beachten. Unser Leitbild „Hilf mir es selbst zu tun“ (Maria Montessori) Wir sehen das Kind als vollwertige Persönlichkeit, das seine Entwicklung selbst mitgestaltet. Wir wollen Ihrem Kind nicht die Steine aus dem Weg räumen, sondern ihm Hilfestellungen geben, um diese selbstständig zu überwinden. Uns ist es wichtig, dass die Kinder … sich wohlfühlen, aktiv am Geschehen beteiligt sind und selbstständig handeln, Gemeinschaft erfahren und Verantwortung für sich und andere übernehmen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben, mit aussergewöhnlichen Situationen angemessen umgehen können, im Glauben an Gott Geborgenheit spüren.
Hausgeschichte
Michael Schleifer, ein Sohn des Dorfes, gelangte zu diesem Wohlstand durch seine Erfindungen, z.B. die Zweikammerluftdruckbremse, welche sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Eisenbahnen eingesetzt wurde. Im damaligen Schulhaus, das 1968 zum Kindergarten umgebaut wurde, hängt heute noch eine Gedenktafel mit folgender Inschrift:
Durch die Stiftung des in Niederraunau am 7. Februar 1847 geborenen Michael Schleifer, Ehrenbürger, wurde es möglich, dieses Schulhaus in den Jahren 1902 und 1903 zu erbauen. Die dankbaren Gemeinden Niederraunau und Hohenraunau. Namenspatron unseres Kindergartens ist der Heilige St. Gabriel.
Kooperation
Wir sind keine Einzelkämpfer. Das Wohl des Kindes liegt uns am Herzen, und deshalb arbeiten wir bei Bedarf mit obengenannten Institutionen, Beratungsstellen und Therapeuten zusammen.
Schwerpunkte
„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt Ihr nicht ins Himmelreich eingehen.“
In den Kindern sieht Jesus Vorbilder – und das vor 2000 Jahren in einer
Gesellschaft, die Kindern kein hohes Ansehen zollte. Wir sehen darin auch den Auftrag, unsere Kinder als besonders wertvolle Geschenke Gottes zu schätzen, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu entdecken und zu fördern, uns von der Neugierde unserer Kinder begeistern zu lassen.
Jesus bringt uns Gott mit Erfahrungen nahe, wie wir sie in einer schönen familiären Situation erleben können. Deshalb möchten wir unsere Kinder spüren lassen, dass Gott wie Vater und Mutter jeden von uns in sein Herz geschlossen hat, dass wir mit Gott den Alltag gestalten und Feste feiern können, wie wir mit seiner Schöpfung, den Menschen, Tieren und Pflanzen freundlich umgehen können. Bewegungserziehung
Turnen
Einmal wöchentlich findet für alle Gruppen eine Turnstunde statt. Diese ist bei den Kindern sehr beliebt. Sie dient der körperlichen Ertüchtigung, der Vorbeugung von
Haltungsschäden und der Gleichgewichtsschulung.
Aber eine Stunde pro Woche kann bei weitem nicht den Bewegungsdrang der Kinder stillen. Bewegungsbaustelle
Was bedeutet das?
Die Bewegungsbaustelle wird täglich neu entdeckt.
Im Turnraum stehen den Kindern viele Materialien zur Verfügung: Verschieden große und kleine Matten, geometrische Polster, Langbank, Reifen, Tunnel, weiche Bälle, … Es wird das Gleichgewicht geschult, die Bewegungsabläufe koordiniert, die Grobmotorik gefördert, Ängste abgebaut, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gesetzt.
Dies alles erhöht die Freude an der Bewegung und gibt Sicherheit. Gleichzei-tig werden die sozialen Fähigkeiten der Kinder gestärkt. Da heißt es, sich untereinander zu arrangieren und Kompromisse einzugehen. Die größeren Kinder helfen den kleineren Kindern und zeigen ihnen, wie sie besser zu recht kommen. Die Kinder lernen, sich an Regeln zu halten, und übernehmen somit Eigenverantwortung. Garten
Unser anregungsreicher Garten bietet viele Möglichkeiten der körperlichen Betätigung wie z.B. Kletterwand, Balancierbalken, Turnstangen, Rutsche und Trampolin. Forschen und Erleben.
Dies ist uns ganz wichtig, denn:
Der Tastsinn und Berührungssinn stellt eine wesentliche Grundlage dar, damit das Kind Dinge unterscheiden und identifizieren kann, und trägt so zur Entwicklung der Formwahrnehmung und Formunterscheidung bei (= Vorraussetzung für das Lesen und Rechtschreiben).
Außerdem macht das Experimentieren mit Wasser den Kindern sehr viel Freude und hilft ihnen, unsere Welt besser zu be-GREIFEN. Verschiedene jährlich wechselnde Projekte
Im „Projekt“ werden die Interessen der Kinder aufgegriffen. Mit verschiedenen Lernangeboten versuchen wir gemeinsam, das Thema zu erarbeiten und ihre Interessen zu fördern. Die Dauer eines Projektes ist unterschiedlich lang. Sie variiert zwischen einer Stunde und mehreren Wochen.
z.B. Waldprojekt, … Vorschule Unsere 5 – 6 Jährigen sind neugierig, wissbegierig und sehr interessiert an speziellen Förderungen.
Diesem Bedürfnis kommen wir in unserer Einrichtung gerne nach. Die Vorschulkinder treffen sich regelmäßig um 8.30 Uhr für ca. 1 Stunde im Arbeitszimmer bzw. Turnsaal (z.B. Würzburger Sprachprogramm, mathematische Bildung nach Prof. Preiß …). Sprachförderung
Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg. Sprachförderung geschieht bei uns jedoch nicht nur als isolierte Arbeit, sondern begleitet den täglichen Ablauf im Kindergarten. Wir haben das „Würzburger Sprachprogramm“ auf unsere Einrichtung übertragen, d.h. wir bauen die Spracherziehung in den Alltag und in alle Projekte ein.
Besonders großen Wert legen wir auf: aktives Zuhören und andere aussprechen lassen Wecken der Sprechfreude durch Rätsel, Reime, … Erzählen, Nacherzählen und Nachspielen von Geschichten Freude an Büchern und richtiger Umgang damit Erweitern des Wortschatzes und Zuordnen von Begriffen Heraushören von Lauten und Sprechen in ganzen Sätzen Verbales Lösen von Konflikten Mathematische Bildung Für die Entwicklung mathematischer Kompetenz ist es uns wichtig, den Kindern grundlegende mathematische Bereiche regelmäßig anzubieten.
Darüber hinaus ermöglichen wir gezielt Lernangebote, in denen die Kinder „mathematische“ Denk- und Handlungsweisen erproben und einüben können: Kaufladen spielen geometrische Formen im Alltag erkennen, erlernen und zuordnen Zahlen erkennen und entsprechenden Mengen zuordnen Raum erfahren im Freispiel und beim Turnen Wiegen, messen, vergleichen, sortieren … z.B. beim Kochen, Backen usw. Experimentieren Kinder greifen begeistert naturwissenschaftliche und technische Vorgänge auf. Diese Begeisterung wollen wir durch attraktive Lernangebote wach halten.
Uns ist wichtig, dass diese Angebote einen Bezug zum Lebensalltag der Kinder haben und alle Versuche von den Kindern selbst durchgeführt werden können. Beispiele:
Wir experimentieren mit Schnee.
Wir experimentieren mit Wasser und Salz (aus dem Alltagsbereich des Kindes). Solche Lerninhalte machen den Kindern viel Freude und fördern die Neugier. Wichtig: Alle unsere Angebote, Förderungen und Aktivitäten dienen einer guten Schulvorbereitung.
Sonstige Angebote
5 Säulen nach Kneipp:
Wasser: z.B. Tautreten, Wassertreten im Sommer, Armbäder ...
Ernährung: z. B. täglicher Obst und Gemüseteller, Frühstücksbüffet ...
Kräuter: z.B. Kräutertee bereiten, Kräuter erkunden ...
Bewegung: z. B. Turnen, Spaziergänge, Toben im Garten, Bewegungsbaustelle...
Lebensordnung: z. B. strukturierter Tagesablauf, Rituale, religiöse Erziehung... Die Leitung des Kindergartens hat eine Zusatzausbildung als Entspannungspädagogin(SKA). Auch hier werden Entspannungsangebote für Kinder in die tägliche Arbeit mit aufgenommen und für Eltern als Kurs angeboten. Außerdem bieten wir für die Kinder:
- Percussion
- Yoga
- Kunst
- Klangschalenmeditation
- Englisch
Diese Angebote sind freiwillig und werden von externen Referenten durchgeführt. Die aktuellen Preise der einzelnen Kurse erfahren sie an unserem Infobrett.
Tagesablauf
kommen, finden sich in der Sonnenscheingruppe ein. 8.00 Uhr Alle Kinde gehen jetzt in ihre eigenen Gruppen. ab 8.30 Uhr Es finden verschiedene Lernangebote für unsere zukünftigen Schulkinder statt:
z.B. Zahlenland nach Prof. Preiß
Würzburger Sprachprogramm
Schulkinderpass … ca. 9.15 Uhr Danach beginnt das Freispiel:
Im Freispiel darf jedes Kind Spielpartner, Zeit und Ort (z.B. Bauecke, Puppenecke …)
selbst auswählen. Die Kinder dürfen während dieser Zeit auch außerhalb des
eigenen Gruppenraumes spielen (z.B. Flur, Turnsaal, an-dere Gruppen).
Außerdem finden in dieser Zeit Projekte statt (auch gruppenübergreifend wie z.B.
Gartenprojekt, Tänze…). Während des Freispiels ist bei uns die gleitende Vesper
(= Brotzeit) integriert. Jedes Kind darf selbstständig den Zeitpunkt seiner Vesper
wählen. Danach wird das Geschirr abgespült, abgetrocknet und zurück in den
Schrank gestellt.
Einmal am Vormittag trifft sich die gesamte Gruppe zum Morgenkreis bzw.
Stuhlkreis: Das ist der tägliche gemeinsame Treffpunkt der gesamten Gruppe:
Hierbei steht die sprachliche Förderung und das Erleben in der Gemeinschaft im
Vordergrund. Zudem werden Konzentration und Ausdauer geschult.
Das „Sich-Trauen“ und „Mut-haben“, vor einer Gruppe zu reden und zu agieren,
fördert Mut und stärkt das Selbstbewusstsein (z.B. Erzählen vom Wochenende
und von wichtigen Ereignissen, Gespräche aller Art, Geschichten, Sing- und
Bewegungsspiele, Kreisspiele, Gebet …).
Nach einem ereignisreichen und abwechslungsreichen Vormittag ist der Garten
für die Kinder ein willkommener und gewünschter Ausgleich. ab 12.15 Uhri ist die erste Abholzeit. Die Ersten verabschieden sich bis zum nächsten Tag.
Die Anderen dürfen noch weiter spielen bis spätestens 14.00 Uhr Nun ist der Kindergarten auch für die verbliebenen Kinder aus!
Ziele
Wir ermöglichen dies, indem wir eine freundliche Atmosphäre schaffen, in der es sich geborgen fühlt und zu einem selbstständigen Menschen heranwächst.
Im Miteinander sind Regeln einzuhalten und auf Einander Rücksicht zu nehmen.
Dabei fliessen die Inhalte und Vorschläge des Bildungs- und Erziehungsplanes (BEP) in unsere Erziehungsarbeit ein. Bereiche unserer pädagogischen Ziele Sozialerziehung
Das Kind verfügt über soziale Kompetenzen.
Das Kind findet seinen Platz in der Gruppe und baut somit Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen auf.
Damit das Zusammenleben in einer Gemeinschaft möglich ist, sind Grenzen und Regeln erforderlich.
Das Kind soll seine Persönlichkeit entfalten und seine Interessen verwirklichen, ohne dabei Andere einzuschränken. Kindern Mut machen
Unsere Aufgabe ist es, bei Konflikten den Kindern hilfreich zur Seite zu stehen, um mit ihnen nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Religiöse Erziehung
Sie haben sich entschlossen, Ihr Kind in einen religiösen Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft zu geben.
Christliche Werte (Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Toleranz) werden bei uns gelebt, indem wir liebevoll und achtsam miteinander umgehen.
Diese Grundhaltung beinhaltet Offenheit und Akzeptanz gegenüber anderen Religionen.
Durch das Vorbereiten und Feiern von Festen im Jahreskreis erlebt das Kind christliche Inhalte und erfährt deren Bedeutung.
Das Ende des Kindergartenjahres beschließen wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Intelligenzförderung
Das Kind interessiert sich sehr für Sachzusammenhänge.
Deshalb machen wir ihm die Vorgänge in seiner Umwelt durch Experimente und Exkursionen bewusst (z.B. Ausflüge in die Natur …). Bei Projekten wird das Kind ermutigt, wichtige Informationen gezielt zu erfragen und notwendige Materialien zu beschaffen.
In anschließenden Gesprächskreisen werden diese praktischen Vorgänge und Abläufe vom Kind verarbeitet und geistig nachvollzogen.
Gezielte Arbeitsaufträge fordern es auf, das Gelernte auf ähnliche Sachverhalte zu übertragen.
Dies erfordert Konzentration, logisches Denken und Ausdauer.
Wir lernen Gedichte und Lieder und erzählen Geschichten nach.
Dies fördert den sprachlichen Ausdruck und die Sprechfreude. Gesundheits- und Bewegungserziehung
In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist.
Ein gutes Körperbewusstsein fördert die positive Einstellung gegenüber gesunder Ernährung und die Freude an der Bewegung. Beides erfährt das Kind in didaktisch aufbereiteten Turnstunden bzw. in interessant gestalteten Ernährungsaktionen (z.B. Frühstücksbuffet).
Hierzu gehören auch:
Spazierengehen an der frischen Luft
Bewegung und Spielen im Garten
Vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen sind Ausgangspunkt unserer grundlegenden Erziehung zur Körperhygiene (Zähne putzen, Hände waschen …) Musische Bildung und Kreativitätserziehung
Das Kind hat Freude am kreativen Schaffen.
Wir bieten dem Kind vielseitige Möglichkeiten zum schöpferischen Gestalten und Handeln (z.B. in der Bauecke, Bewegungsbaustelle, Mal- und Basteltisch …).
Dabei entdeckt es die eigene Kreativität und entwickelt diese im selbstständigen Schaffen weiter.
So fließen eigene Ideen und Lösungen in seine Entwicklung mit ein. Beim Malen und Singen, Tanzen und beim Rollenspiel kann es seine künstlerischen und musischen Fähigkeiten voll ausleben.