Diepolz wird 1275 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vom Stift Kempten wird das Lehen zunächst an den Ritter von Rauns vergeben, später an die Laubenberger. 1629 fällt es an das Stift in Kempten zurück. Zwischen 1509 und 1517 wurde die Kirche des Hl. Blasius zum größten Teil neu gebaut. 1783/84 wird die Kirche barockisiert, 1889 neugotisch umgestaltet. 1936/37 wurde ein Großteil der neugotischen Bemalung entfernt und die Einrichtung z.T. neu gefasst. Bemerkenswert sind neben dem Taufstein (1490) auch die Schlusssteine in den Chorbögen, das Sakramentshäuschen nördlich des Hochaltares sowei die Gemälde der 14 Nothelfer und der Kreuzwegstationen im Schiff. Am 18.12.2011 weihte S.E., der Hwst. H. Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger den neuen Zelebrationsaltar ein, welchen ein Ortsansässiger selbst geschaffen, geschnitzt, gefasst und der Pfarrkirche gestiftet hat. Nördlich der Kirche ist Pudentiana Lingenhöl aus Freundpolz bestattet, welche im 18. Jahrhunderte (1767-1797) lebte und ihre Leiden im Glauben für Christus erduldete. Nach ihrem frühen Tod wurde sie heiligmäßig verehrt. Die Wallfahrten und Prozessionen wurden jedoch seitens des Bischöflichen Ordinariates Konstanz 1802 verboten. Zur Pfarrei gehörr neben dem Hauptort Diepolz auch das Dorf Freundpolz sowie einige Aussiedlerhöfe. Im Pfarrgebiet Diepolz sind auch eine Kapelle und eine Grotte: Freundpolz - St. Josef 1879 wurde diese Kapelle anstelle einer älteren errichtet. Da hier besonders auch die Muttergottes verehrt wurde und wird, ist oftmals auch von der Marienkapelle die Rede. 2012/13 musste die Kapelle nach zwei Verkehrsunfällen außen und innen renoviert werden. Lohweg - Lohweggrotte Am Ortsende von Freundpolz Richtung Rieggis geht links ein Feldweg ab. Später beginnen Kreuzwegstationen, welche bis zu einer Grotte führen. Diese als "Lohweg" bekannte Flur ist ein gern besuchter Ort des Gebetes. Am 14.06.1897 wurde dort die Statue der Muttergottes von Lourdes aufgestellt. 2010 wurde sowohl der Kreuzweg aus dem Jahr 1901, als auch die Grotte im Rahmen der Dorferneuerung renoviert.
1275 wird Missen erstmals erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche mit dem Westturm errichtet. 1560 wurde der Turmhelm aufgesetzt. Im 18. Jahrhundert wurden die Fenster vergrößert und die Kirche leicht umgebaut. Ab 1819 erneut Umbaumaßnahmen mit neuem Deckengewölbe und einer zweiten Empore. V.a. der Missener Kirchenschreiner Petrich war maßgeblich beteiligt. Eine Sakramentsnische um 1500 sowie zwei Freskenreste aus dieser Zeit zeugen von der einst kunstvoll gestalteten Pfarrkirche. Der Taufstein stammt aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Südlich der Kirche ist ein Ölberg aus dem 16. Jahrhundert mit Figuren gegen 1800. Besonders bemerkenswert ist, dass die Frauen auf der rechten Seite sitzen, die Männer jedoch links zu sitzen haben (vom Portal aus betrachtet). Während des Dreißigjährigen Krieges hatten die Männer Dienst an den Waffen. Die Frauen des Dorfes hingegen verteidigten Missen gegen die herannahenden Schweden. Als sichtbaren Dank hierfür wurden ihnen das Privileg eingeräumt, künftig auf der Männerseite sitzen zu dürfen. Die Pfarrei besteht neben dem Hauptort Missen aus den Orten/Siedlungen Aigis, Berg, Bei der Schmiede, Börlas, Geratsried, Steinbruch, Stixner, Unterwilhams, Wiederhofen mit Tal und Wilhams sowie einigen Aussiedlerhöfen. Von der Pfarrei werden auch folgende Kapellen genutzt, welche aber der Kommune Missen-Wilhams gehören: Aigis - St. Sebastian Die Kapelle ist Anfang des 18. Jahrhunderst belegt. 1766 Neubau ohne Genehmigung der Herrschaft Hohenegg. Abriss nur durch Bittschrift an Kaiserin Maria Theresia abgewendet. Börlas - St. Wendelin 1705 Neubau der Kapelle. 1902 wird sie erneuert, 1958 renoviert. Geratsried - Maria Königin Erbaut im 17./18. Jahrhundert. 1937 nach Westen verlängert. 1985 Neubau. Der Altar aus dem Jahr 1465 stammt aus der aufgelassenen Wolfgangskapelle in Missen. Wiederhofen - St. Afra Eigentlich St. Ulrich und Afra. Wohl 1721 errichtet. Renovierung und Neuausmalung um 1860. Dachreiter im 19. Jahrhundert angebracht. Wilhams - St. Josef Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut. Renovierungen 1871 und 1962. Die Kapelle des Kaplaneibenefiziums St. Wolfgang wurde 1970 abgerissen. 1465 war sie gestiftet worden. 1504 wurde eine Messstiftung bestätigt und die Kaplaneibenefiziumspfründestiftung errichtet. Der Stelleninhaber war zugleich dem Ortspfarrer als Hilfsgeistlicher unterstellt. Die Emma-Kapelle in Wiederhofen ist in Privatbvesitz und wird pfarrlich nicht genutzt. Südöstlich von Missen gelegen ist die Pfarralpe, die zur Pfarrpfründe gehört. In gut einer Stunde ist man oben und wird mit dem einzigartigen Blick über das Missener Tal und einer Brotzeit (von Mai bis Anfang Oktober) belohnt. Ein wenig weiter ist dann der Seeblick, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf den großen Alpsee hat.
Stein wird urkundlich erstmals 1275 erwähnt. 1353 haben die Herren von Laubenberg das Patronatsrecht. Wohl im 12. Jahrhundert hatten die Bischöfe von Augsburg die Burg Laubenbergstein errichtet und mit einem Ministerialen ausgestattet. Die Laubenberger waren zunächst Dienstleute des Hochstiftes Augsburg. Der Turm dürfte ein ehemaliger Wehr- und Beobachtungsturm gewesen sein, an welchen eine gotische Kirche angebaut wurde. Urspünglich war die Pfarrkirche dem Hl. Mauritius und dem Hl. Georg geweiht. 1450 wird die Marienkapelle als Grablege der Laubenberger an der Südseite angebaut. 1689/90 Erneuerung des Turmgiebels. 1725/26 Umbau der Marienkapelle. Durchbrechen der Trennmauer Schiff-Kapelle. 1773/74 Umbau des Langhauses. 1863 Neubau des westlichen Vorzeichens. 1880 Erweiterung der Gruft. 1939/1948/49 und 1954 Innenrenovierung. 1951 und 1982 Außenrenovierung. 2005 neue Orgel aus der Orgelbauwerkstätte Siegfried Schmid in Knottenried. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1475. Einige Grabmäler und Totenschilder erinnern an die Laubenberger. Die Pfarrei besteht neben dem Hauptort Stein aus den Orten Bräunlings, Flecken, Gnadenberg, Obereinharz, Seifen und Untereinharz sowie einigen Aussiedlerhöfen. Auch die Siedlung an der Unteren Zollbrücke bis hin zum Kästobel ist noch Pfarrgebiet Stein. Die Ortschaften Ober- und Untergießen, Untere Wacht und Untere Schwand existieren nicht mehr. Der Ortsteil Bichl ist bereits mit dem Dorfkern verschmolzen Zur Pfarrei gehören auch einige Kapellen: Einharz - Mariä Namen Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Kapelle wurde 1949 abgerissen und im selben Jahr wieder aufgebaut. Ein erneuter Neubau war 1960. Bräunlings - St. Anna Im 18. Jahrhundert errichtet, wurde 1884 neu gebaut. 1910/11 Erweiterung um ein kleines Querhaus und einen neuen Chor. Ausmalung 1929. Seifen - Zum Gegeißelten Heiland Im Volksmund wird die Kapelle oft auch als "Kerkerkapelle" bzeichnet, weil sie den Heiland zeigt, wie er nach Geißelung und Dornenkrönung im Kerker des Statthalterpalastes von Jersualem auf seine Verurteilung wartet, während Pontius Pilatus mit dem Volk und den Hohenpriester spricht. Der Altar der Kapelle galt als "Freiung" für Verfolgte bzw. Straftäter bis sie von den Herren von Werdenstein in Gewahrsam genommen wurden. Freiung bedeutet: Wer es schaffte, den Altar zu berühren, ohne dass er vorher festgenommen wurde, dem durfte keiner etwas zuleide tun oder ihn bestrafen/töten, bis die zuständige Obrigkeit eintraf. 1834 brennt die sehr alte Wegkapelle gegenüber der Wirtschaft ab. 1835 wird sie etwas in größerer Entfernung von der Straße neu errichtet. 1960 große Renovierung. Durch das Pfingsthochwasser 1999 sehr beschädigt, wird die Kapelle im selben Jahr wieder hergerichtet. Gnadenberg - St. Antonius 1988 wurde die kleine Kapelle errichtet, nachdem sie zuvor in Gießen (bei Immenstadt) gestanden hatte, welches in den 1970ern zugunsten des Boschwerkes Seifen abgebrochen wurde. Im AWO-Seniorenheim am Kalvarienberg befindet sich ein Gebetsraum. Die Kapelle in der ehem. Burg Laubenbergstein existiert nicht mehr.
Erste Erwähnung ist im Jahr 1143. Im Mittelalter hatte die Abtei Weingarten das Patronatsrecht und die niedere Gerichtsbarkeit über das Dorf. 1530 ging das Kirchenlehen über die Edlen von Prassberg an die Grafen von Königsegg. Chor und Sakristei wurden in der 2. Hälfte des 15. Jahrhundert neu erbaut, das Langhaus 1661 um 4,5 m nach Westen hin verlängert. 1958 Neubau der Chorumfassungsmauer. 1959/60 Entfernung der Ausmalung des späten 19. Jahrhunderts. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde 2010/11 die Friedhofsmauer komplett saniert und zum großen Teil neu aufgemauert. Eine spätgotische Sakramentsnische (um 1500) befindet sich in der Sakristei. Am 10. August 1877 war die Errichtung und Einweihung der Statue Unsere Liebe Frau von La Salette an der südlichen Innenwand der Pfarrkirche. Votivtafeln zeugen von einer zeitweise recht regen Wallfahrt. Zur Pfarrei Knottenried gehört auch die Marien-Kapelle in Reute, einige Aussiedlerhöfe sowie der als Westenried bekannte Einödhof. Die Kapelle in Reute war ursprünglich (Anfang 18. Jht.) dem Hl. Wendelin geweiht.
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes ist 1275. 1291 wird das Kirchenlehen an die Domkirche zu Augsburg verschenkt, von wo aus es an die Grafen von Montfort kam. Die spätgotische Kirche, die den Hl. Otmar zum Patron hat, wurde im 17. Jahrhundert neu ausgestaltet. 1890-1894 wurde die Kirche komplett neu ausgestattet und bemalt. 1898 wurde der Turm von der Westseite auf die Südseite verlegt. Die Pfarrei besteht neben dem Hauptort Akams aus den Orten Adelharz, Freibrechts, Göhlenbühl, Luitharz und Unterluitharz sowie einigen Aussiedlerhöfen. Zur Pfarrei Akams gehören auch zwei Kapellen: Adelharz - Mariä Schmerzen Wohl 1733 erbaut. Auf dem Altarblatt ist die Mater Dolorosa zu sehen. Das Deckengemälde zeigt die 14 Nothelfer. Luitharz - St. Sebastian 1960 wurde die Kapelle anstelle der vor dem Zweiten Weltkrieg abgebrochenen Kapelle von 1730/40 erbaut.
In den Pfarreiverzeichnissen des Bistums Konstanz taucht 1275 Eckarts zum ersten Mal auf. Patronatsherren der Pfarrkirche St. Peter und Pauls sind die Herren von Werdenstein, einer Burg südlich des Dorfes. Das Kirchenschiff stammt wohl noch aus dem 14./Anfang 15. Jahrhundert, der Chor hingegen wurde vermutlich 1479 neu erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde das Schiff umgebaut, ab 1867 die Einrichtung erneuert. Der Taufstein von ca. 1500, sowie Grabepitaphe der Werdensteiner (15. und 16. Jahrhundert) sind wahre Blickfänger. Zur Pfarrei gehören neben dem Hauptort Eckarts auch die Dörfer Dietzen, Lachen, Thanners, Werdenstein und Zellers sowie einige Aussiedlerhöfe. In der Burgruine Werdenstein befindet sich an der Stelle der aufgelassenen Burgkapelle St. Valentin jetzt eine Mariengrotte (Privatbesitz).
In der Pfarrkirche Diepolz bestand bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Wallfahrt zu den 14 Nothelfern, die allerdings nie viel frequentiert war. Eine Tafel mit 14 Brustbildern der Nothelfer - die von der ehemaligen Bruderschaft zu den 14 Nothelfern gestiftet worden war - ist an der Südwand im Kirchenraum als letzte Erinnerung daran zu sehen.
In der Pfarrkirche Knottenried befindet sich an der Südwand ein hölzernes Standbild, welches an die Marienerscheinung von La Salette (Südfrankreich) am 19. September 1846 erinnert. Anna Maria Hirnbein - eine große Wohltäterin der Pfarrei - hat die Marienstatue zusammen mit den beiden Hirtenkindern gestiftet. Am 10. August 1877 wurde das Standbild feierlich eingeweiht. Bei Renovierungsarbeiten in den 1970ern wurden die Statuen der beiden Hirtenkinder entfernt. Zahlreiche Votivtafeln zeugen von einer recht regen Wallfahrt. Bei Interesse an einer Wallfahrt melden Sie sich bitte frühzeitig im Pfarrbüro. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen!