Unsere Kirchen
Maria am Wege
Die Kirche ist der Muttergottes geweiht, darum steht Ihr Bildnis im Blickfeld des Hauptraumes. Die Marienstatue aus Holz, in Farbe gefasst, ist eine sitzende Mutter mit dem Kind. Das frühe, bäuerliche Werk, um 1250, stammt aus der Gegend. Rechts hinter dem Hauptaltar steht der Ambo (romanisch). Zwei Steinplatten, im stumpfen Winkel zusammengefügt, zeigen die Propheten Micha und Daniel, in einem Torbogen stehend; Verkünder des Gotteswortes im Alten Bund.
Die Orgel wurde 1976 aufgestellt, ein Werk der Firma Anton Staller, Grafing, mit 31 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal. An der Rückwand sehen wir den Kreuzweg in 17 Bildern. „Ein Bauer aus Greifenberg (+ 1988), Max Raffler, hat ihn eigens für Windach gemalt, in leuchtenden, kraftvollen Landschaften. Raffler malte seit seinem zehnten Lebensjahr, meist mit Wasserfarben; jedes Papier, das ihm in die Hände kam, war ihm recht dazu. Alles, was er erlebt, spielt sich in seiner heimatlichen Landschaft und Umgebung ab, so auch das Leiden unseres Herrn. Die Kraft seiner Darstellung, der echtes Erleben und unreflektierte Schau vorausgeht, hat ihn weit über seine Heimatgrenzen hinaus berühmt gemacht.“ (H. Winterholler)
Die Pfarr- und Autobahnkirche "Maria am Wege" ladet ein zur stillen Rast in der Nähe des Herrn und seiner Mutter Maria. Alle unsere Wege sind Sinnbild unseres Lebensweges, der letztlich ein Weg des Glaubens ist. "Auch die selige Jungfrau ging den Pilgerweg des Glaubens. Sie leuchtet als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes dem wandernden Gottesvolk voran. (II. Vatikan. Konzil).
So dürfen wir in unseren Anliegen zu ihr kommen und uns bei ihr verstanden und geborgen wissen. Technische Daten: Höhe der Kirche mit Kreuz: 27,5 m Fläche der Kirche mit Sakristei: 744 qm 500 Sitzplätze 100 Notsitze auf der Mauerbank Höhe des Glockenträgers: 16,30 m 5 Glocken aus der Glockengleßerei Czudnochowsky, Erding: Christusglocke 1804 kg Marienglocke 1120 kg Josefsglocke 775 kg Johannesglocke 494 kg und Annaglocke 351 kg
St. Martin
St. Peter und Paul
Das vorzügliche Choraltarblatt mit den Aposteln Petrus und Paulus ist 1603 datiert; die beiden Seitenaltarbilder (St. Sebastian und St. Johann von Nepomuk) in duftigen Farben aus der Mitte des 18. Jhs. Antependium und Tabernakel aus bemaltem Holz wurden 1955 aus Tutzing angekauft; es handelt sich um wertvolle und seltene Arbeiten der italienischen Renaissance um 1580. Ein bemerkenswertes Bild aus der 2. Hälfte des -16. Jhs. an der Nordwand des Langhauses soll von dem berühmten Christoph Schwarz aus Ingolstadt gemalt worden sein. Über den beiden Nebenaltären 2 barocke Leinwandbilder: nördlich die Begegnung Jesu mit Petrus, südlich die Bekehrung des hl. Paulus; über den Seitenportalen gemalte Supraporten in kräftigen Stuckrahmen. Am Chorbogen hängt eine kleine Muttergottesfigur aus der 2. Hälfte des 17. Jhs. Die Kirche wurde 1978 letztmals gut restauriert, wobei der Wessobrunner Chorstuck eine Buntfassung erhielt und die braune Außenfassung, insbesondere die Eckquaderung etwas pompös ausgefallen ist.
St. Veith
Sie ist erstmals 1170, ferner 1216 urkundlich genannt. 1631 wird sie vom Kloster Dießen neu errichtet. Möglicherweise enthält jedoch der Altarraum mit dreiseitigem Schluss, und Sockel spätgotische Mauerreste. Im nördlichen Chorwinkel steht der Turm mit niedrigem Spitzhelm. Das Langhaus hat eine Flachdecke, während das Gratgewölbe im Chor an gotische Bauelemente erinnert. Der hübsche Hochaltar mit gedrehten Säulen- paaren und reichem Akanthusschnitzwerk am Auszug enthält ein gutes Bild mit dem Martyrium des hl. Vitus von Melchior Steidl, 1687; anstelle der Seitenaltäre (ehemals aus Stuckmarmor von dem Wessobrunner Tassilo Zöpf) ein Gemälde: links hl. Laurentius (bez. »B. Hauber, Landsberg, 1848«), rechts hl. Sebastian von Sebastian Jaud aus Haid b. Wessobrunn, 1795.
Von einzelnen kleineren Holzfiguren sind eine spätgotische Madonna und ein barockes Vesperbild zu nennen - Renovierung 1960.