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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Wallfahrtskirche

Das Johanneshaupt

Das Violauer Johanneshaupt, eine Holzplastik aus der Spätgotik (um 1500), befindet sich in der Kirche neben dem linken vorderen Seitenaltar. Sie zeigt auf einer versilberten Holzschale das Haupt Johannes’ des Täufers (vgl. im Neuen Testament die Darstellung bei Mk 6,17-29 und Mt 14,3-12). Das Johanneshaupt ist das zweite Gnadenbild der Kirche und gilt als ein „Heiltum“. Sie wird gemäß altem Brauch mehrmals im Jahr den Pilgern auf den Kopf aufgelegt. Die Gläubigen erhoffen sich dadurch Hilfe bei Kopfschmerzen und anderen Erkrankungen, deren Ursache man im Kopf vermutet.   Termine zur Auflegung des Johanneshauptes: 24. Juni (Geburt Joh. des Täufers) bzw. am nächstliegenden Sonntag
Großer Wallfahrtstag zum Fest der Enthauptung des Johannes am letzten Sonntag im August Genaue Angaben entnehmen Sie bitte unserem Gottesdienstanzeiger oder dem Wallfahrtsplan. In besonderer persönlicher Not besteht die Möglichkeit, sich nach Vereinbarung das Johanneshaupt vom Wallfahrtspfarrer auflegen zu lassen.     Gebet zum hl. Johannes Heiliger Johannes,
deine Aufgabe war es,
die Menschen auf die Ankunft
des Messias vorzubereiten. Du hast sie zur Umkehr gerufen.
Du hast sie getauft. Du hast sie gemahnt,
gute Werke zu tun, die ihre Umkehr zeigen. Herodes hat deine Predigt gehört.
Er hat gewusst, du hast Recht.
Aber er hat die Umkehr verweigert.
Er ließ dich enthaupten und deinen Kopf
auf einer Schale den Sündern übergeben. Wir ehren dein heiliges Haupt
und bitten dich für jene,
die heute den Glauben verweigern,
stolz in ihren Sünden verharren,
die Umkehr hinauszögern
oder den Frieden in ihren Familien verhindern. Erflehe ihnen die Gnade der Einsicht
und die Kraft, die richtigen Schritte zu tun.
Stehe denen bei, die in Krankheiten
des Leibes oder des Geistes
sich an dich wenden.
Erflehe ihnen am Throne Gottes
die Erhörung ihrer Gebete,
die Gesundheit des Leibes
und das ewige Heil der Seele.
Amen.

Der Geißelheiland

Beim Aufstieg vom Parkplatz zur Wallfahrtskirche über die Treppenanlage lädt die Kapelle des Gegeißelten Heilands zu stiller Rast. Die Skulptur von Johann Michael Fischer, um 1750, zeigt Jesus im Kerker an der Geißelsäule. Seine entblößte Schulter erweist ihn als Darstellung des „Christus mit der Schulterwunde“. Der Geißelheiland gilt als drittes Violauer Gnadenbild. Gebet zum gegeißelten Heiland Jesus Christus,
mein Herr und mein Gott!
Du stehst vor mir – zerschlagen und zerschunden,
gegeißelt und mit Dornen gekrönt. Ohnmächtig erscheint der starke Gott,
verspottet der Heilige.
Rauer Gewalt stellst Du
Deine Liebe und Hingabe entgegen. Wer Mitleid hat mit Dir, dem gegeißelten Heiland,
wer seine Sünden beim Anblick Deines Leidens bereut,
wird Deine Vergebung erfahren,
Deine Gnade und Liebe erleben. Aber auch als Bittender bin ich zu Dir gekommen.
Du hast, o Herr, als Gott und Mensch
Schmerzen und Leiden im Übermaß erfahren
und aus Barmherzigkeit für uns erlitten.
Ich bitte Dich mit großem Vertrauen:
schau auf mich in meiner Not und nimm Dich meiner an. Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.

Der Rosenkranzweg

Der Rosenkranzweg führt hinter der Wallfahrtskirche auf eine kleine Anhöhe. Seine 15 Stationen, darunter eine Kapelle mit einem eindrucksvollen Gekreuzigten, laden ein zum betrachtenden Gebet der Geheimnisse des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes. Ein kleiner bebilderter Führer (im Schriftenstand in der Kirche erhältlich) bietet kurze Meditationstexte zu jeder Station an. Die Rosenkranzstationen wurden 1987 vom Bildhauer Siegfried Moroder aus Mooreiche geschnitzt.

Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes

Das Violauer Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes Der rechte vordere Seitenaltar der Wallfahrtskirche birgt in einem klassizistischen Schrein das hochverehrte Bild der Schmerzhaften Muttergottes von Violau. Es wurde 1688 nach einem älteren Vorbild geschaffen. Diese einzigartige Pietà zeigt Maria mit ihrem toten Sohn Jesus. Die Mutter trägt ihn wie ein Kind sitzend auf ihrem Schoß. Liebevoll hält sie seinen geschundenen Leib. Das Gnadenbild ist Ausdruck des Mit-Leidens Mariens mit ihrem Sohn. Als treue Gefährtin in seinem Leiden hat sie auch Teil an der Verherrlichung ihres Sohnes: Ihr Haupt ist umgeben vom Kranz der zwölf Sterne, sie selbst umstrahlt vom Glanz der Sonne (vgl. Offb 12). Voll Mitleid wendet sich Maria den Betern zu und reicht ihnen ihren Sohn dar, der das Werk der Erlösung vollendet hat. Als Mitlerin aller Gnaden erfleht sie die Erhörung aller Bitten, die ihr vorgetragen werden. Seit Jahrhunderten finden Pilger Trost vor diesem Gnadenbild. Von ihrer Dankbarkeit und den Gebetserhörungen zeugen die zahlreichen Votivbilder an den Wänden der Kirche. In einem Anliegenbuch können persönliche Anliegen der Gottesmutter anvertraut werden; alle Anliegen werden regelmäßig beim Fatimatag in die Fürbitten eingeschlossen. Gebet vor dem Gnadenbild Heilige Maria,
einst hast du voll Freude als Gottesmutter
der Welt den Erlöser geboren.
Dein Ja-Wort öffnete die Tore des Himmels
und Gott wurde Mensch. Heute kommen wir zu dir als der Schmerzhaften Mutter.
Auch unter dem Kreuz sprachst du dein Ja
zum Leiden und Sterben deines Sohnes.
Er hat uns erlöst und du hast mit ihm für uns gelitten. Du bist die Mutter der Gnade.
Um deines Ja-Wortes und deines Mitleidens willen
erbitte auch uns die Gnade,
dass wir Leiden und Kreuz annehmen können,
dass wir mitleiden können mit Christus
und mitwirken am Heil für die Welt. Du bist die Mittlerin aller Gnaden.
Erflehe uns das Heil und den Segen,
die dein Sohn für uns erworben,
damit wir heil werden an Leib und Seele
und Erhörung finden in all unseren Sorgen und Nöten.
Amen.

Kirchenführer

Zur Geschichte der Wallfahrtskirche Violau     Frühere Kirchbauten sowie Bodenfunde einer frühromanischen Basilika bestätigen, dass Violau – die „Veilchenau“ – schon lange Zeit eine Stätte des Gebetes war. Im Jahre 1282 erwarb das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld bei Augsburg den Ort. Spätestens seit 1466 ist eine Marienwallfahrt nach Violau verbürgt. 1688 kam das heute noch verehrte Gnadenbild in die Kirche. Nach der Säkularisation und ihren Wirren blühte die Wallfahrt wieder auf. Seit 1844 ist Violau eine Pfarrei.  Heute kommen jährlich viele tausend Pilger nach Violau, um in der Stille des Gnadenortes zu beten und dort zu verweilen, wo „die Gottesmutter gar gnädiglich rastet“.  Ein reichhaltiger Kirchenführer ist im Schriftenstand erhältlich.  Geistliche Kirchenführungen können für Pilgergruppen angeboten werden. Eine rechtzeitige Anmeldung ist dazu erforderlich.   Orgel Viel gerühmt wird die Orgel der Wallfahrtskirche Violau. Von der Spätbarockorgel aus dem Jahre 1781 blieben Gehäuse, Prospekt und einige Register erhalten. Eine umfassende Restaurierung erfolgte 1972 durch die Firma Sandtner aus Dillingen/Donau. Eine CD mit Musik von Johann Sebastian Bach, interpretiert durch David Backus an der Violauer Orgel, ist bei uns erhältlich. Audioguide im Entstehen Einführung

Wallfahrtsladen

Öffnungszeiten Der Wallfahrtsladen ist derzeit an Sonn- und Feiertagen geöffnet: vormittags nach dem 10:00 Uhr - Gottesdienst nachmittags von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr am Fatima-Tag: 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr Bei uns finden Sie Karten und Geschenke für verschiedene Anlässe wie Taufe, Kommunion, Firmung und Hochzeit. In reicher Auswahl haben wir Silber- und Metallkreuzanhänger, Gotteslob, Buchhüllen, Kerzen, Kreuze, Weihebecken usw. im Sortiment. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.   Öffnung für interessierte Teilnehmer von Wallfahrten und Kirchenführungen gerne nach Vereinbarung.