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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Sakramente und Gebete

Beichte

Unter den gottesdienstlichen Formen der Buße nimmt das Bußsakrament eine herausragende Stellung ein. Das persönliche Bekenntnis, das dem Charakter von Schuld und Sünde als einem zutiefst personalen Geschen entspricht, ist Begegnung des Sünders mit dem verzeihenden Gott. Die Wesensmerkmale des Bußsakramentes sind: Reue, persönliches Bekenntnis, Lossprechung. Und aus der Reue erwächst die Bereitschaft zur Umkehr und zur Wiedergutmachung.   Die Erstbeichte Die Erstbeichte ist ein Bestandteil der Vorbereitung auf die hl. Erstkommunion (3. Jahrgangsstufe).   Die Beichte im Beichtstuhl Sie ist die bekannteste Form der Beichte. Besonders in alten Kirchen ist der Beichtstuhl prunkvoll ausgestattet. Dies unterstreicht die Bedeutung der Feier. Der Priester handelt im Namen Christi und im Namen der kirchlichen Gemeinschaft. Nach dem Bekenntnis der Sünden spricht der Priester ein kurzes Wort der Verkündigung, auf das ein Gespräch folgen KANN. Dann nennt er eine Buße, die die Bereitschaft zur Wiedergutmachung verdeutlichen soll, und erteilt die Lossprechung mit den Worten:
Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. – Amen.   Das Beichtgespräch Es kann in einem geschlossenen Raum, im Pfarrhaus oder auch unterwegs, z.B. auf einer Wallfahrt, stattfinden. Für viele ist die Atmosphäre eines Gesprächs persönlicher und vertrauter. Im Laufe der Aussprache bekennt der Beichtende seine Schuld und zeigt seine Bereitschaft zur Wiedergutmachung. der Priester spricht die Vergebungsworte und legt dabei dem Beichtenden die Hände auf. Welche Form der Beichte der Christ auch auswählt, er braucht keine Sorge zu haben, etwas falsch zu machen. Wenn er ernsthaft die Aussöhnung mit Jesus Christus und seiner Kirche sucht, wird jeder Priester ihm dabei behilflich sein. Dies gilt für Kinder, die zum ersten Mal dieses Sakrament empfangen (3. Klasse), ebenso wie für Jugendliche und Erwachsene, die nach langer Zeit wieder zur Beichte gehen.   Der gemeinsame Bußgottesdienst Er macht deutlich, dass Umkehr und Hinwendung zu Gott auch für die Gemeinschaft notwendig sind. Im Bußgottesdienst bekennt die Gemeinde ihre Schuld und bittet Gott um Verzeihung. Der Bußgottesdienst kann aber auch der persönlichen Gewissensbildung dienen. Im Hören und Auslegen des Wortes Gottes begegnen wir Jesus Christus und kommen dadurch zur Einsicht in unsere persönliche Schuld und zur Reue. Auch wenn der Bußgottesdienst KEINE Form des Bußsakramentes ist, so werden dem Einzelnen dank der Fürbitte der Kirche kleinere Sünden vergeben. Die Vergebung von schweren Sünden bedarf jedoch der sakramentalen Lossprechung in der persönlichen Beichte. In vielen Gemeinden werden vor allem in der Advents- und Fastenzeit Bußgottesdienste gehalten.   Das Beichtgeheimnis Weil der Dienst überaus groß ist und Achtung und Behutsamkeit gegenüber dem Beichtenden erfordert, ist jeder Beichtvater (Priester) ausnahmslos und unter strengsten Strafen verpflichtet, das sakramentale Siegel, das heißt das absolute Stillschweigen über die in der Beichte erfahrenen Sünden, zu wahren. Das Beichtgeheimnis ist auch von staatlicher Seite geschützt, sodass Priester durch staatl. Gewalt NICHT zum Brechen des Beichtgeheimnisses gezwungen werden können!   Regelmäßige Beichtzeiten in der Pfarrei St. Michael Samstags, 17.15 Uhr bis 17.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael

Ehe

Traugespräch Nach der Anmeldung zur kirchlichen Eheschließung findet ein Traugespräch mit dem trauenden Priester oder Diakon statt.
Darin kommt das Eheverständnis der katholischen Kirche zur Sprache. wird das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt. werden der Traugottesdienst, sein Aufbau und sein innerer Sinn besprochen. können Lieder, biblische Lesungen und Gebete gemeinsam ausgesucht werden. ist zu überlegen, ob jemand von den Hochzeitsgästen eine Lesung oder die Fürbitten übernehmen möchte. können persönliche Fragen angesprochen werden. stehen auch mehrere technische Fragen an, z.B. besonderer Blumenschmuck in der Kirche, Auswahl der Musikstücke, Fotografieren im Traugottesdienst, usw.   Ehevorbereitung Das Traugespräch kann nur begrenzt auf den Hochzeitstag und auf das Eheleben vorbereiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich ein Brautpaar Zeit nimmt für einen Tag der Ehevorbereitung oder für ein Ehewochenende. Diese werden von der Diözese Augsburg angeboten. Über die Angebote unserer Region Neu-Ulm/Günzburg informiert das Pfarramt.   Unterlagen Bitte bringen Sie zum Traugespräch mit: Einen Taufschein, der nicht älter als ein halbes Jahr ist. Sie erhalten ihn in der Pfarrei, wo Sie getauft wurden. Firmort und Firmdatum Name und Anschrift der Trauzeugen Den staatl. Trauschein (kann unmittelbar zur Trauung mitgebracht werden).   Hinweise: Die Ehe muss nach deutschem staatlichen Recht immer vor dem Standesamt geschlossen werden. Eine Bescheinigung über die standesamtliche Eheschließung ist vor der kirchlichen Trauung vorzulegen. Nur dann darf ein Paar in Deutschland kirchlich getraut werden. (Nach evangelischer Auffassung wird die Ehe auf dem Standesamt geschlossen). Nach katholischem Verständnis genügt dies nicht für die Gültigkeit der Eheschließung. Die Trauung erfolgt in der Regel nach der Ordnung der Kirche, in der nach der Entscheidung des Paares die kirchliche Trauung stattfindet. Bei konfessionsverschiedenen (z.B. Kath./Evang.) Ehen müssen, müssen sowohl der katholische, als auch der evangelische Pfarrer benachrichtigt werden.   Das folgende Segensgebet über das Brautpaar bringt zum Ausdruck, wie die katholische Kirche das Sakrament der Ehe versteht: Wir preisen dich, Gott unser Schöpfer,
denn im Anfang hast du alles ins Dasein gerufen.
Den Menschen hast du erschaffen als Mann und Frau
und ihre Gemeinschaft gesegnet.
Einander sollen sie Partner sein und ihren Kindern Vater und Mutter.
Wir preisen dich, Gott, unser Herr,
denn du hast dir ein Volk erwählt und bist ihm in Treue verbunden;
du hast die Ehe zum Abbild deines Bundes erhoben. Dein Volk hat die Treue gebrochen, doch du hast es nicht verstoßen.
Den Bund hast du in Jesus Christus erneuert
und in seiner Hingabe am Kreuz für immer besiegelt.
Die Gemeinschaft von Mann und Frau hast du so zu einer neuen Würde erhoben
und die Ehe als Bund der Liebe und als Quelle des Lebens vollendet.
Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen,
einander ertragen und verzeihen, wird deine Treue zu uns sichtbar. So bitten wir dich, menschenfreundlicher Gott,
schau gütig auf Bräutigam und Braut,
die vor dir knien und deinen Segen erhoffen. Dein Heiliger Geist schenke ihnen Einheit
und heilige den Bund ihres Lebens.
Er bewahre ihre Liebe in aller Bedrohung;
er lasse sie wachsen und reifen
und einander fördern in allem Guten. Hilf ihnen,
eine christliche Ehe zu führen
und Verantwortung in der Welt zu übernehmen;
verleihe ihnen Offenheit für andere Menschen
und die Bereitschaft, fremde Not zu lindern. Schenke ihnen das Glück,
Vater und Mutter zu werden,
und hilf ihnen,
ihre Kinder christlich zu erziehen. Gewähre ihnen Gesundheit und Lebensfreude
bis ins hohe Alter,
schenke ihnen Kraft und Zuversicht
in Not und in Krankheit.
Am Ende ihres Lebens
führe sie in die Gemeinschaft der Heiligen,
zu dem Fest ohne Ende,
das du denen bereitest, die dich lieben.   Ehejubiläen Besondere Hochzeitstage, wie die Silberhochzeit oder die Goldene Hochzeit feiern viele Ehepaare mit dem gemeinsamen Besuch der Hl. Messe, die besonders gestaltet werden kann, z.B. mit „Brautschemel“ vor dem Altar und einer Erneuerung des Eheversprechens.   Eheberatung In jeder Ehe entstehen Fragen, Probleme, nicht selten auch Krisen. Manche Krise kann ein Paar aus sich heraus oder mit Hilfe von Freunden meistern, manche nicht. So gibt es nicht selten nach Jahren der Gemeinsamkeit Krisen, die trotz Bemühens der Partner ein Gefühl der Ratlosigkeit und Verzweiflung auslösen.   Krise bedeutet auch Chance. Im Gespräch mit einer fachkundigen, gut ausgebildeten Beraterin oder einem Berater können Partner lernen, sich selbst und den anderen besser zu verstehen und die Beziehung zueinander zu verändern. Auch dann, wenn die Trennung unvermeidbar zu sein scheint, ist eine Beratung sinnvoll. Je eher Hilfe gesucht wird, desto größer sind die Möglichkeiten zu guten Entwicklungen. Im Allgemeinen ist es günstig, wenn beide Partner zur Beratung kommen. Aber auch Einzelgespräche mit nur einem Partner können hilfreich sein. Meist bedarf es einer Reihe von Beratungsgesprächen, um den Beziehungsproblemen und den damit verbundenen individuellen Schwierigkeiten jedes Partners klärend nachzugehen und sie verändern zu können. Die Beratungen finden in Einzel- und/oder Paarsitzungen statt; auch die Kinder oder sonstige Familienangehörige werden auf Wunsch einbezogen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Pfarrer, Diakon oder Gemeindereferentin, die Ihnen Kontaktadressen übermitteln können.
oder direkt:   Ehe und Familienseelsorge Augsburg
www.beziehung-leben.de   Beratungsstelle für Natürliche Familienplanung
http://www.nfp.bistum-augsburg.de

Eucharistie

Das Vermächtnis Jesu Der „letzte Wille“ eines Menschen bedeutet den Angehörigen und Freunden sehr viel. Sie bemühen sich, ihn redlich und treu zu erfüllen. Auch die Jünger Jesu haben im Abendmahlssaal ein Vermächtnis empfangen. Und die nach ihnen kamen, erfüllen dieses Testament in einzig dastehender Treue.
Der älteste Bericht über das Vermächtnis Jesu Christi ist uns vom Apostel Paulus überliefert und steht im 1. Brief an die Gemeinde von Korinth. Dieser wurde um das Jahr 54 geschrieben und lautet so:
„Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,23-25)
Die Eucharistiefeier ist die Quelle und der Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In der Eucharistie gipfelt das heilige Handeln Gottes uns gegenüber und unsere Verehrung ihm gegenüber. Die Eucharistie enthält das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle: Christus selbst, unser Osterlamm.   Die Erstkommunion In Deutschland können Kinder in der 3. Jahrgangsstufe das erste Mal zum Tisch des Herrn treten. Die Pfarrei feiert dieses Fest immer in der Osterzeit. Die Vorbereitung darauf geschieht im Rahmen des schulischen Religionsunterrichtes, sowie durch Erstkommuniongruppen der Pfarrgemeinde St. Michael. Die Unterstützung der elterlichen Erziehung dabei ist von großer Notwendigkeit. Alle Kinder der 3. Jahrgangsstufe, die am katholischen Religionsunterricht teilnehmen, bekommen am Anfang des Schuljahres über den Religionslehrer eine schriftliche Einladung zur Feier der hl. Erstkommunion.   Tipps zur Erstkommunion Der Tag der feierlichen Erstkommunion ist für die ganze Familie ein Festtag. Die Einstimmung darauf beginnt schon Wochen vorher: Die Eltern sprechen mit ihrem Kind über die Vorbereitung der Erstkommunion im Religionsunterricht und in den Gruppenstunden. Sie erzählen von ihrem eigenen Erstkommunionstag und zeigen vielleicht Bilder aus dem Fotoalbum Sie überlegen mit dem Kind, welche Gäste es gerne zu diesem Fest einladen möchte (z.B. Taufpate, Großeltern, Freunde und Freundinnen), gegebenenfalls welches Lieblingsessen gekocht werden soll. Sie nehmen sich bewusst Zeit für ihr Kind Sie beten mit dem Kind und für das Kind Die unmittelbare Vorbereitung fängt mit dem Vorabend an. Nach einem gemütlichen Abendessen können die Eltern, das Erstkommunionkind und die Geschwister miteinander den Tisch für das Frühstück festlich schmücken, die Kleidung für den kommenden Tag herrichten und in einem gemeinsamen Abendgebet/-Lied die Vorfreude auf den Festtag zum Ausdruck bringen.
Die innere Einstellung der Eltern zu dem Fest ist genauso wichtig wie die gute äußere Vorbereitung. Gerade an einem solchen Tag ist die Gefahr von Hektik und Betriebsamkeit sehr groß. Darum ist es gut, wenn die Familie sich wirklich Zeit nimmt für ein kleines Frühstück (die Taufkerze kann dabei am Platz des Kindes aufgestellt werden) und anschließend in Ruhe rechtzeitig zur Pfarrkirche St. Michael geht.
Beim Mittagsmahl – ob zu hause oder in einer Gaststätte – erhält die Kommunionkerze einen Ehrenplatz.
Gerade an diesem Tag bringt das gemeinsame Tischgebet die innere Verbindung zwischen dem Mahl in der Eucharistie und dem Mahl im Kreise der Familie und der Gäste zum Ausdruck.
Die Gestaltung der familiären Feier sollte nicht zu sehr von den Eltern oder Gästen beeinflusst werden. Das Erstkommunionkind darf an diesem Tag wirklich im Mittelpunkt stehen und die Spiele und Unternehmungen für diesen Tag aussuchen. Es ist schön, wenn sich die Eltern und Gäste an diesem Tag auf die Ideen des Kindes einlassen und mitspielen, singen, kleine Ausflüge machen o. ä. Zu jedem Fest gehören auch Geschenke, auch zum Erstkommuniontag. Die Geschenke sollten jedoch einen Bezug zu diesem Fest haben, auf den materiellen Wert kommt es dabei nicht an. Ein religiöses Buch, Bild oder ein persönlich gestaltetes Fotoalbum für die Erinnerungsbilder zum Erstkommuniontag sind geeignete Geschenke. Wenn Geldgeschenke gegeben werden, ist es sinnvoll, dass das Erstkommunionkind beim Gottesdienst oder bei der Dankandacht etwas für Kinder in Not weiterschenkt. Das Kind wird das um so eher tun, wenn die Eltern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Firmung

In der schwierigen, aber auch entscheidenden Lebensphase der Jugend mit vielen Herausforderungen und Ansprüchen ist die Firmung im wahrsten Sinn des Wortes ein „starkes“ Sakrament. Firmung – vom lateinischen firmare – heißt ja stärken, festigen, bekräftigen. Die Firmung will stark machen für das Leben! Gerade in dieser oft labilen Situation des Übergangs ins Erwachsenenalter.
Viel Gegenwind schlägt den Jugendlichen bei der Verwirklichung ihrer ersten Berufs- und Lebenspläne entgegen; da braucht es den Rückwind des Geistes Gottes. Der Weg in die Selbstständigkeit erfordert viel Kraft, Mut und Zuspruch.
In der Firmung werden wir als Christen, d. h. als Gesalbte und Besiegelte, erneut mit dem Geist Gottes bestärkt. Was in der Taufe an uns geschehen ist, dem stimmen wir nun bewusst zu. Die Weitergabe des Geistes Gottes begann damals an jenem Pfingstfest, als die Jünger Jesus alle versammelt waren. Heute breitet der Bischof dabei die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf die Firmlinge herab. Er zeichnet das kreuz auf die Stern, salbt den Firmling dabei mit Chrisam (kostbares Öl) und spricht die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Denn der Firmling gehört zu dem Volk, von dem der erste Petrus-Brief sagt: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2,9). Der Firmling hat also den Auftrag, mit dem Volk Gottes zu leben und für Christus Zeugnis zu geben.   Firmung in der Pfarreiengemeinschaft St. Michael In der Pfarreiengemeinschaft Krumbach St. Michael wird alle 2 Jahre die Firmung der katholischen Schüler und Schülerinnen der 5. und 6. Jahrgangsstufen aller Schularten gefeiert. Über die jährliche Anmeldungsfrist im Katholischen Pfarramt St. Michael informiert der Gottesdienstanzeiger und die Mittelschwäbische Zeitung. Das Anmeldeformular steht unter "Aktuelles" zum Download bereit. Die Vorbereitung auf das Sakrament erfolgt durch die Pfarrgemeinde: Firmlingstage, Firmlingsprojekte…
Der Firmtermin kann jedes Jahr unterschiedlich sein, da die Firmung vom Bischof oder einem Stellvertreter vorgenommen wird.   Firmpate / Firmpatin Sie sind persönliche Begleiter und Helfer des Firmanden. Der Jugendliche soll deshalb den Paten / die Patin selbst auswählen. Es kann durchaus der eigene Taufpate sein, aber auch jeder andere erwachsene Christ, der selbst gefirmt ist. Dem Gefirmten ist der Pate weiterhin Helfer und Gesprächspartner. Das Patenamt kann auch von einer Gruppe wahrgenommen werden, die dann bei der Firmung selbst von einem Mitglied aus ihren Reihen vertreten wird.
Die Verantwortung als Pate / Patin endet nicht mit dem Firmtag. Gerade in den Jahren der Reifezeit kann die Verbindung mit dem Firmling von großer Bedeutung sein. Kluge, menschliche Anteilnahme an seinen Problemen und Schwierigkeiten, ein gutes Wort zur rechten Zeit werden dem Patenamt auch in der Zeit nach der Firmung einen besonderen Wert verleihen.   Die Gestaltung des Firmtages Die Gestaltung des Firmtages hängt von den vorgegeben Daten (Termin, Werktag oder Sonntag, vormittags oder abends), aber auch von der Familiensituation ab. Deshalb hat jeder Firmtag seine eigene Prägung. Die folgenden Anregungen sollen bei der Gestaltung des Firmtages helfen, wobei besonders die Wünsche des Firmlings berücksichtigt werden sollen.
Sobald der Termin der Firmung feststeht, werden die Eltern mit ihrem Firmling überlegen: wer zur Firmung eingeladen werden soll, in welchem Rahmen das Fest gefeiert wird, ob zu Hause oder im Gasthaus gegessen wird. Oft laden auch die Firmpaten an diesem Tag zum Essen ein.

Grundgebete

Das Vaterunser Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe wie im Himmel,
so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.   Das Glaubensbekenntnis (Credo) Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel,
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,
von dort wird er wiederkommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das Ewige Leben.
Amen.   Ehre Sei dem Vater Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang
so auch jetzt und alle Zeit,
und in Ewigkeit.
Amen.   Das Ave Maria Gegrüßet seist du, Maria
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Krankensalbung

In der Bibel heißt es: Ist einer von euch krank?
Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Jakobus 5,14-15 Die Krankensalbung hilft uns, Krankheit, Gebrechlichkeit und Sterben in Gemeinschaft mit Gott und Gottes Hilfe anzunehmen und zu bestehen. Auch junge Menschen werden krank und brauchen Stärkung und Ermutigung.
Vielen ist die Bezeichnung „letzte Ölung“ noch vertraut, zumal der Priester früher oft erst im letzten Moment gerufen wurde. Aber diese Bezeichnung ist irreführend, denn die Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens und nicht des Todes. Sie ist dies in zweifacher Hinsicht: als Hoffnung auf erneuertes Leben nach Gesundung und Genesung – und als Hoffnung auf neues Leben im Geheimnis des Todes. darum kann die Krankensalbung auch mehrfach gespendet werden.
Nicht nur in akuter Lebensgefahr, sondern zum Beispiel auch vor einer schweren Operation wird die Krankensalbung die Lebenshoffung stärken und das Vertrauen zu Gott festigen. In der Pfarrei St. Michael in Krumbach wird die Krankensalbung jeden Donnerstag, während des Gottesdienstes um 18.00 Uhr in der Krankenhauskapelle angeboten. Natürlich kann der Priester auch außerhalb dieser Zeit und anderenorts gerufen werden.   Die Feier der Krankensakramente (Krankensalbung & -Kommunion) zu Hause Auf einem Tisch im Zimmer des Kranken, der von ihm gut zu sehen ist, werden bereitgestellt: das Kreuz als Zeichen der Erlösung eine oder mehrere Kerzen als Symbol des auferstandenen Herrn, der das Licht des Lebens ist Weihwasser, das an die Taufe und die Christusgemeinschaft erinnert etwas Watte Auch wenn die Krankensalbung im Krankenhaus gespendet wird, sollten die Angehörigen dabei sein und mit dem Personal die Vorbereitungen besprechen. Schon bevor der Priester kommt, wird man bei dem Kranken sein und je nach Schwere der Krankheit mit ihm sprechen und mit ihm beten. Wenn es möglich ist, können auch Freunde oder Hausbewohner zur Teilnahme an der Feier der Krankensalbung eingeladen werden.

Sterbefall

Das Trauer-Gespräch Für die Vorbereitung einer kirchlichen Begräbnisfeier ist das Trauergespräch mit dem zuständigen Seelsorger wichtig. Man trifft sich im Pfarrhaus oder bei den Angehörigen zu Hause. Die Hinterbliebenen berichten von Leben und Sterben ihres Toten, von seinem Wesen und Charakter, von Glauben und Werten. Es wird genügend Zeit sein, dass sie von ihrer Trauer, von Schmerz und auch von Dankbarkeit erzählen können. Dieses Gespräch zwischen Tod und Begräbnis tut den Angehörigen gut. Und auch für den Seelsorger selbst ist das Hören wichtig. Denn nur dann kann er die rechten Worte für die Predigt und die Auswahl der Texte beim Begräbnis finden. Auch die Gestaltung der Begräbnismesse und der Beerdigung kann gemeinsam besprochen werden: die Auswahl der biblischen Lesungen; Lieder, Gesänge und Musik; Inhalt des Fürbittgebetes; ob jemand aus der Verwandtschaft Lektor/Lektorin machten möchte, u. a.   Die kirchliche Begräbnisfeier Als Christen verabschieden wir uns von den Verstorbenen bei der kirchlichen Begräbnisfeier. In ihr vertrauen wir sie der Liebe Gottes an. Wir tun es in der Überzeugung, dass wir über den Tod hinaus miteinander verbunden bleiben. Die Eucharistiefeier für den Verstorbenen, auch Begräbnismesse oder Requiem genannt, ist das Kernstück christlichen Totengedenkens. Wir feiern die Mitte unseres Glaubens, indem wir des Todes und der Auferstehung Jesu Christi gedenken und Dank sagen für unsere Hoffung auf das Ewige Leben. In der Eucharistie wissen sich Christen mit ihrem Verstorbenen besonders verbunden.
In der Pfarrei St. Michael finden die Trauergottesdienste immer vormittags um 09.00 Uhr oder 10.00 Uhr statt. Um an den Eintritt in die heilige Kirche zu erinnern werden alle Begräbnisgottesdienste in der Pfarrkirche St. Michael, wo sich das Taufbecken befindet, gefeiert. Eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst betet die Gemeinde den Rosenkranz für den Verstorbenen. Die trauernden Angehörigen und die Gemeinde versammeln sich nach dem Requiem an der Aussegnungshalle des Friedhofs. Das Besprengen des Sarges mit Weihwasser, der gebetete Psalm, die Bittrufe und das abschließende Gebet machen deutlich, dass unsere Verstorbenen bei Gott geborgen sind und wir mit ihnen über den Tod hinaus verbunden bleiben. In einer Prozession, bei der das Kreuz vorausgetragen wird, geleitet die Trauergemeinde den Sarg zum Grab. Dieser Weg soll im stillen Gebet gegangen werden.
Es folgt die Beerdingung mit den Symbolen von Weihwasser, Weihrauch, Erde und Kreuz. Im Anschluss an die Bestattungsliturgie können Abschiedsworte gesprochen werden. Dann ist Gelegenheit für alle Anwesenden, sich von dem Verstorbenen zu verabschieden, indem sie den Sarg mit Weihwasser besprengen.   Todesanzeige Die Todesanzeige gibt den Tod eines Menschen bekannt. Sie enthält eine kurze Würdigung des Verstorbenen, die Namen der Angehörigen und die Termine für Gottesdienst und Begräbnis. Die christlich gestaltete Todesanzeige ist ein Zeugnis des Glaubens an die Auferstehung. Dieser zeigt sich, wenn die Anzeige mit dem Kreuz oder einem anderen christlichen Symbol und einem kurzen Vers aus der Heiligen Schrift gestaltet ist. Wenn Angehörige um Spenden für einen guten Zweck bitten wollen, kann das in der Anzeige vermerkt werden.   Sterbebild Sterbebilder, die bei Gottesdienst und Begräbnis verteilt werden, helfen das Andenken an die Verstorbenen lebendig zu erhalten. Diese Bilder drücken die Hoffung auf die Auferstehung aus, geben den Trauernden Trost und laden zum Gebet ein. Es ist gut, wenn neben dem Bild der verstorbenen Person und den Lebensdaten auch Raum bleibt für ein christliches Symbol, ein Gebet, ein Wort aus der Heiligen Schrift.   Blumen, Kränze und Kranzschleifen Blumen und Kränze gelten als Zeichen des Lebens und der Beziehung zum Verstorbenen. Auf der Kranzschleife kann ein kurzer Text auf das Leben bei Gott hinweisen: z. B. Im Vertrauen auf Gott
Verbunden über das Grab hinaus
In Liebe
Im Glauben an das ewige Leben
In Dankbarkeit
Lebe in Christus
Christ soll unser Trost sein
Herr, schenke ewige Freude
In Gebet und stillem Gedenken   Zeit der Trauer Wenn ein Mensch stirbt, wenn jemand von uns geht, nach einem großen Verlust oder Zusammenbruch kommt die Zeit der Trauer. Unsere Seele weiß um deren Tiefe und um das Ausmaß des Schmerzes. Und sie bedarf einer Heilung und einer Versöhnung. Angehörige stehen vielleicht vor einer großen Lebensaufgabe: Abschiednehmen und Loslassen. Fassaden brechen zusammen und Werte werden infrage gestellt. Trauer ist oft der Auslöser für eine tiefgehende Krise, ein Weg, der viel Zeit benötigt. Denn trauern heißt: Abschied nehmen und das Leben neu erlernen. In der Trauer lebt die Liebe weiter. Wenn der Trauer nicht genügend Raum und Zeit gegeben wird, bleibt der Schmerz des Todes unerlöst. Und der Tod geht nicht aus dem Haus. Wir können die Toten erst lassen, wenn sie von uns gewürdigt und wir durch sie gesegnet sind. Dann ziehen sie sich still zurück und wir können uns neu dem Leben zuwenden, das uns noch für eine Weile gegeben ist. Unsere Toten brauchen ihren Platz. Wenn sie in Zugehörigkeit aufgenommen sind, können sie den Lebenden kraft geben. In der Achtung vor den Toten und deren Schicksal liegt Heilung und Versöhnung. Das Trauern um sie kann eine sehr heilende und versöhnende Wirkung haben. Hier wächst die Gemeinschaft der Lebenden und der Toten. Das Trauern wird heute schwer gemacht. Viele der alten Bräuche und Sitten sind nicht mehr erlebbar. Doch es bedarf der Rituale, die auf dem Trauerweg eine große Hilfe sein können. es sind Zeichen der Liebe, wenn wir ein Bild unserer Verstorbenen betrachten und für sie eine Kerze zu Hause oder in der Kirche anzünden. Das gemeinsame Essen nach der Bestattung schafft den Rahmen für Erzählungen und Erinnerungen. Ein Grabbesuch zu bestimmten Anlässen erneuert die Verbundenheit mit ihnen und sichert ihren Platz. Die Pflege und der Schmuck der Gräber würdigt diese als Ort der Trauer. Wir gedenken unserer Verstorbenen in unserem Gebet, in unseren Tränen und in unserer Sehnsucht. Bei jedem Gottesdienst zeigen wir, dass unsere Hoffnung über den Tod hinausgeht.

Taufe

  Mit der Taufe wird man aufgenommen in die heilige Kirche Christi. Durch die Taufe werden die Menschen von den Sünden befreit, zu Kindern Gottes neu geschaffen und, durch ein untilgbares Prägemal Christus gleichgestaltet. „Taufen“ bedeutet ins Wasser „eintauchen“. Der Täufling wird in den Tod Christi eingetaucht und ersteht mit ihm als eine „neue Schöpfung“ (2 Kor 5,17). Es wird auch Erneuerung im Heiligen Geist (Tit 3,5) oder „Erleuchtung“ genannt, denn die Getauften werden „Kinder des Lichtes“ (Eph 5,8). Von jedem Täufling wird das Bekenntnis des Glaubens verlangt, das bei der Kindertaufe von den Eltern, von den Paten und von der Kirche ausgesprochen wird.   Taufanmeldung Die Taufanmeldung geschieht über das Pfarramt St. Michael. Es ist hilfreich, dazu gleich die Geburtsbescheinigung des Standesamtes mitzubringen.   Taufgespräch Vor der Taufe findet zuhause oder im Pfarramt ein Taufgespräch mit dem taufenden Priester oder Diakon statt, indem der Ablauf der Taufe durchgesprochen und das Sakrament der Taufe erläutert wird.   Taufpate / Taufpatin Das Patenamt entstand in der frühen Kirche, als vor allem Erwachsene getauft wurden. Der Pate bürgte für den erwachsenen Taufbewerber und führte ihn in die Gemeinde ein.
Bei der Kindertaufe übernehmen die Paten zusammen mit den Eltern die Aufgabe, das Kind auf seinem Lebensweg im Glauben zu begleiten. Die Paten stehen auch stellvertretend für die Bereitschaft der Gemeinde, das Kind aufzunehmen. Es wäre schön, wenn der Taufpate auch am Taufgespräch teilnehmen könnte.
Das Patenamt kann jeder übernehmen, der katholisch ist, das 16. Lebensjahr vollendet und die Sakramente der Taufe, Eucharistie, und Firmung empfangen hat. Ein Pate sollte nicht zu alt sein, damit er nach menschlichem Ermessen längere Zeit seine Aufgabe wahrnehmen kann.
Zusammen mit einem katholischen Paten, kann auch ein evangelischer Christ Tauf-Zeuge werden.   Taufgeschenke Eine Taufkerze für das Kind kaufen, evtl. selber verzieren. Den Eltern anbieten, das Taufkleid zu nähen. Ein kleines Kreuz oder ein Bild für das Kinderzimmer auswählen. Ein Buch, eine Geschichte, ein Bild des Namenspatrons. Ein kleines Weihwasserbecken für die Wohnung kaufen, das an den Taufbrunnen erinnern kann. Bücher und andere Hilfen zum religiösen Leben in der Familie mitbringen. Etwas aus der Geschichte der Gemeinde, in die das Kind aufgenommen wird. Den Eltern einige Babysitterstunden anbieten   Gebet am Tauftag Gott, unser Vater!
Wir freuen uns über unser Kind.
Heute wurde es getauft.
Es gehört wie wir zur Gemeinschaft
der Glaubenden.
Wir danken dir für das Leben unseres Kindes
und für das Geschenk der Taufe.
Wir möchten unser Kind immer lieben
und so nehemen wie es ist.
Schenke ihm Gesundheit des Leibes
und der Seele.
Lass es wachsen und gedeihen.
Möge es liebesfähig und lebenstüchtig werden.
Hilf uns, gute Eltern zu sein.
Segne uns und alle, die zur Taufe unseres
Kindes gekommen sind.
Deine Liebe möge uns in guten und schlechten
Zeiten mit dir und untereinander verbinden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  

Wiedereintritt

Sie sind getauft und aus persönlichen Gründen von der Kirche ausgetreten? Diese Website beantwortet Ihnen viele Fragen rund um den Wiedereintritt: http://www.katholisch-werden.de oder sprechen Sie uns von der Pfarrgemeinde St. Michael persönlich an: Pfarrer Josef Baur
Gemeindereferentin Regina Weindl Franz-Aletsee-Str. 12
86381 Krumbach
Telefon: 08282/8975-0
Telefax: 08282/8975-20