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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Pfarrei

Geschichte

Es begann im Lager Riederloh im Hart, dort, wo heute Neugablonz steht...  
  
   01.04.1946     Das Lager Riederloh auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik Dynamit AG, Flurname Hart, wird zur Aufnahme von Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland freigegeben       24.12.1946   Erste Christmette im Freien mit Vikar Friedrich Runge       Feb. 1947    Erster Kirchenball in der Wirtschaftsbaracke des Lager Riederloh       10.07.1949    Grundsteinlegung für die Herz-Jesu-Notkirche durch Stadtpfarrer Hermann Fink       20.01.1954    Eine Delegation der Kirchenverwaltung bittet den Bischof in Augsburg um die Errichtung einer neuen Kirche       15.04.1955    Neugablonz wird Stadtpfarrei
Erster Stadtpfarrer: Heinrich Dörner       09.05.1955    Beginn der Aushubarbeiten       30.09.1955    Grundsteinlegung durch Bischof Dr. Joseph Freundorfer       01.07.1956    Primiz des Kapuzinerpaters Hadrian Lucke
Mehr als 2000 Gläubige nehmen an der Primizfeier im Kirchenrohbau teil       08.09.1956    Richtfest       27.04.1957    Weihe der Herz-Jesu-Kirche durch Bischof Dr. Joseph Freundorfer
Bischof Dr. Joseph Freundorfer legt in den Altartisch Reliquien der Heiligen Rufinus und Pontiatanus ein. 
Die vom Architekten Thomas Wechs geschaffene Kirche bietet 800 Sitzplätze und 1200 Stehplätze. Das Kirchenschiff hat eine Länge von 56m, ist 24m breit und 15m hoch. Die Kuppelhöhe beträgt 21m. Der Kirchturm ist 51m. Auf ihm steht auf einer Kugel mit 1m Durchmesser ein 7m hohes Kreuz.       22.12.1957    Weihe der Kirchenglocken
Marienglocke (950kg), Glocke des hl. Johannes Nepomuk (600kg) und Glocke für die Verstorbenen (400kg).
Die Glocken stammen aus der Glockengießerei Perner in Passau       01.09.1959    Eröffnung des katholischen Kindergartens an der Wiesenthaler Straße (jetzt Kindergarten „Guter Hirte“)       19.09.1971    Einweihung der Orgel       Juli 1972     Einbau einer neuen Turmuhr       01.09.1976    Eröffnung des Kindergartens an der Proschwitzer Straße (jetzt Kindergarten "Herz-Jesu")       29.03.1992    Grundsteinlegung der Herz-Jesu Kapelle durch Ordinariatsrat Monsignore Werner Schnell.       29.11.1992    Segnung der Herz-Jesu Kapelle und Altarweihe durch Bischof Dr. Josef Stimpfle.        Feb. 1996    Schwelbrand in der Kirche: 
Der Brand wurde durch eine Plastikschale ausgelöst und erforderte neben einer Komplettreinigung der Kirche eine Totalüberholung der Orgel und das Streichen der Wände.        2006    Erneuerung der Südfensterfront        2013    Generalsanierung des Kirchturms
Erneuerung der 4 Zifferblätter, der Zeiger und des Uhrwerks. Turmkreuz und Kugel werden neu vergoldet. Das Turmkreuz erhält eine Nord-Südausrichtung.       ..............................................................................................................................................................................................       unsere Pfarrer in der Pfarrgemeinde Heiligstes Herz Jesu:   1946 - 1950   Friedrich Runge 1950 - 1953   Peter Weixler 1954 - 1973   Heinrich Dörner 1973 - 1978   Wolfgang Kimmel 1978 - 1986   Bernhard Ott 1987 - 1996   Thomas Gerstlacher 1996 - 2015   Franz Römer seit 2015       Thomas Hagen         ...............................................................................................................................................................................................       unseren Pfarrern standen in all den Jahren in der Pfarrgemeinde Heiligstes Herz Jesu  folgende Kapläne zur Seite:   1955 - 1956 Alfons Riedle 1956 - 1960 Rudolf Kieser 1960 - 1964 Paul Ganal 1964 - 1965 Günter Süß 1965 - 1967 Günther Neubauer 1967 - 1969 Adolf Renftle 1969 - 1971 Norbert Tuppi 1971 - 1974 Josef Nowak 1974 - 1977 Joachim Hiebsch 1978 - 1979 Pater Johannes Nguyen vnan Mau 1979 - 1983 Pater Thomas Thuruthimattam 1983 - 1984 Pater Arnold Lambert 1984 - 1987 Paul Mahl 1987 - 1989 Ulrich Müller 1989 - 1990 Pater Sebastian Vandanamthadatil 1990 - 1992 Adolf Rossipal 1992 - 1995 Stephan Spiegel 1995 - 1997 Raffaele De Blasi 1997 - 2000 Thomas Rein 2000 - 2002 Ralf Putz 2002 - 2004 Rainer Flori 2004 - 2006 Klaus Distl 2006 - 2008 Thomas Simon Wagner 2008 - 2010 Daniel Ertl 2010 - 2012 Dominic Leutgäb 2012 - 2014 Jörg Biercher       ab 09/ 2014  Kaplanstelle bleibt leider unbesetzt       Geschichte in Bildern:                                                                      

Kapelle

Seit 1992 ergänzt eine Werktags-Kapelle das Kirchenensemble     Am 29.März 1992 wurde der Grundstein für eine Kapelle mit einem Rundbau mit 15 Metern Durchmesser und einer Höhe von 6,5 Metern gelegt. Architekt war der Augsburger Hans Schrammel. Ein Glasgang verbindet die Kapelle mit der Pfarrkirche.  Am 29.November 1992 wurde die Herz-Jesu-Kapelle von Erzbischof Dr. Joseph Stimpfle geweiht. Die Reliquien der hl. Märtyrer Christina und des Koreaners Won-So wurden dabei in den Altar eingefügt. Die Dachkonstruktion wird von acht Metallsäulen getragen, die sichtbaren Dachstreben laufen von Außen auf die Mitte zu und symbolisieren den Himmel und die Geborgenheit in Gott. Der Altar, der Ambo und das Taufbecken wurden vom Ostallgäuer Bildhauer Klaus Mumm in Stein als zusammenhängende Einheit geschaffen - jedes Element mit einem gleichartigen Sockel und einem funktionell gestalteten Oberteil. Die Wände des Rundbaus wurden von Prof. Georg Bernhard aus Augsburg in Secco-Technik ausgemalt. Über dem Altar hängt ein Kreuz aus dem 18. Jahrhundert, am rechten Seitenrand eine sitzende Madonna mit Jesuskind aus dem 16. Jahrhundert, beide Figuren stammen aus Venetien. An der Säule links vom Altar steht der vergoldete Tabernakel auf zwei Glasscheiben.       Lassen Sie sich beim virtuellen Gang durch die Kapelle von persönlichen Eindrucken unserer Gemeindemitglieder begleiten: "... in der Kapelle liebe ich den Eindruck des Raumes, ehe ich ihn betrete. Intime Geborgenheit bietet der Raum, der beherrscht wird von Christus am Kreuz. Beim näheren Betrachten entdeckt man in der Wandgestaltung mit erdfarbenen Fresken die nach Innen gewandte Welt mit Höhen und Tiefen, Kratern und Schluchten, der Mensch in der Mitte: ich selbst. Und der Himmel über allem, der sich zur Erde ergießt, die ihm entgegenstrebt, das Zusammentreffen hinter - über - dem Altar: Christus, der gekreuzigte Herr im Kosmos. Große Weite und innere Freude, Dankbarkeit für das Geschenk des Glaubens erfüllt mich..."       " Mir gefällt besonders das Kreuz in der Kapelle mit der sichtbar aufgebrochenen Herzenswunde...und ich mag die warmen Farbtöne an den Wänden..."            " Ganz besonders gefällt uns die Kapelle - die Bemalung, das Rund, das Kruzifix und die Figur Maria mit Kind"         " Die Kapelle strahlt für mich eine große Ruhe und Geborgenheit aus - mit ihrem wunderschönen Rundbau, der Wandgestaltung im harmonischen Farbenspiel und dem himmlischen Lichteinfall zu fast jeder Tageszeit...ich könnte stundenlang dort sitzen, den schlichten steinernen Altar, das darüber hängenden Kreuz und die Madonna rechts im Blick..."       " An der Kapelle gefällt mir die besonders die runde Bauweise, das gibt ihr eine besondere Atmosphäre." " Die Kapelle bildet einen schönen Kontrast zur Kirche nebenan: hier warm und verspielt, daneben kühl und sachlich - und trotzdem beides schön und bewegend."              " Die Kapelle ist ein Platz der Ruhe, dort fühlt man sich wohl"         " Unsere wunderschöne lichtdurchflutete Kapelle lädt ein zu Meditation und zu lauten und leisen Gebeten."             "... Die Kapelle bietet uns eine Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit. Ein Ort um sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen" " Die Kapelle ist sehr heimelig und angenehm. Wir gehen gerne hin"               

Kirche

Die Herz-Jesu-Kirche in Neugablonz wurde vom Kirchenbaumeister Thomas Wechs entworfen und steht heute unter Denkmalschutz. Thomas Wechs, von 1953 bis 1962 Kirchenbaumeister der Diözese Augsburg, entwarf ein Gotteshaus mit 56 Metern Länge, 24 Meter Breite und 16 Metern Höhe. Allein schon durch die Größe erregte es in der damaligen Zeit Aufsehen. Neben den herkömmlichen Baumaterialien verwendete Wechs bewusst auch Beton. Architektur und Ausstattung dieser neuen Kirche waren Ausdruck einer nüchternen, sachlichen Lebenseinstellung. Nach Leid und Not der Vertreibung konzentrierte man sich in Neugablonz bald wieder auf den Neuanfang, welcher dann auch so gut gelungen ist. Es entstand nach den Plänen von Thomas Wechs eine Kirche mit 800 Sitzplätzen und 1200 Stehplätzen. Am 27. April 1957 wurde die Herz Jesu Kirche durch Bischof Dr. Joseph Freundorfer geweiht, Weihnachten 1957 läuteten erstmals die drei, von der Firma Perner in Passau gegossenen Glocken. Mit einem Gewicht von 950 kg ist die Marienglocke die größte Glocke. Auf ihr steht:
„Du Mutter der Vertriebenen, Dir war unsere Heimat geweiht, sei uns auch hier unsere Helferin und bitte für uns bei Gott“ Die zweite Glocke mit einem Gewicht von 600 kg ist dem heiligen Nepomuk geweiht. Der Text auf der Glocke lautet:
„Hl. Johannes von Nepomuk, Du Schutzherr unserer Heimat, bitte für uns!“ Die Inschrift der mit 400 kg kleinsten Glocke gedenkt der Verstorbenen:
„Ihr Gefallenen und Toten unserer Heimat, ihr bleibt unvergessen!“     Lassen Sie sich beim virtuellen Gang durch die Kirche begleiten von einigen persönlichen Eindrücken unserer Gemeindemitglieder.    "...ich freue mich über den Klang der Glocken im Turm..." " An unserer Kirche Herz-Jesu gefällt mir der äußere Eindruck mit den hohen schlanken Fenstern und dem weithin sichtbaren Turm..."    " Ganz vorne in der Bank hat man den besten Blick auf das Kreuz..." " Im Inneren gefällt mir die karge Ausstattung, die dem großen Raum Ausdruck gibt. Es hindert nichts den freien Blick auf das Zentrum des Raumes: den Altarraum und die große schwebende Gestalt des auferstandenen Christus. Am liebsten bleibe ich am Anfang des Hauptgangs stehen und lasse erst diesen grandiosen Eindruck auf mich wirken..." " In der entspannenden Helligkeit fühle ich mich sehr wohl..." " Mich bewegt immer wieder die Sachlichkeit der Herz Jesu Kirche. Die Konzentration auf das Wichtigste für uns Christen, den Heiland. Durch helles Licht und Schatten in der Apsis meistens noch hervorgehoben, lenkt uns nichts von ihm ab." " Mir gefällt das Kreuz in der Apsis, wenn es Schatten wirft und den Eindruck erweckt, man ist auf Golgotha..." " Mein Lieblingsplatz ist links in der vorderen Mitte, wo ich schon als Kommunionkind gesessenen bin..." " ...der Schattenwurf zeigt immer auch zwei Schacher, zwei hingerichtet Menschen. Auch Schuldige gehen nicht verloren..." "...ich sitze gerne im hinteren Drittel unserer Kirche und lasse die schlichte Schönheit der Apsis mit dem Rundbogen auf mich wirken...besonders schön ist es, wenn in der Osterzeit das gelbweisse Band wie ein Finger nach oben zeigt..." " Der Altarraum ist sehr schön gestaltet. Er lädt zur Ruhe, zur Andacht und zum Gebet ein..." " Mir gefällt der Raum als solcher mit Lichteinfall in der Apsis."                     "...mir gefallen die Mosaiken am Hochaltar und am Volksaltar..."          "...am schönsten ist es, wenn das Sonnenlicht durch die zartgefärbten Fenster fällt..."   " Mir gefällt das wenige und schöne Mobiliar - nicht überladen..."       " Ich mag die Josefskapelle sehr gerne, da ich den heiligen Josef sehr verehre. Dort kann ich ihm immer alles anvertrauen..."       "Wir zünden fast jeden Sonntag an der Gedenktafel drei Kerzen an...wir mögen diesen Platz im hinteren Teil der Kirche..."                     "... in der Crescentia-Ecke verweile ich am liebsten, dort fühle ich mich geborgen..."