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Zur Hl. Kümmernis, Obergammenried

Als private Stiftung wurde die Kapelle 1769 im barocken Stil erbaut. Der Ursprung der Kapelle geht zurück auf den 30-jährigen Krieg. Was damals geschah, geht aus dem Spruchband an der Decke hervor. Dort ist zu lesen: Anno 1645 überfielen feindliche Söldner Obergammenried. Der Bauer Lenz wurde an den Schweif eines davon jagenden Rosses gebunden. In seiner Not erlebte er die Fürbitte der Hl Kümmernis. Gott zu Lob und Preis erbaute er für seine wunderbare Rettung diese Kapelle "(von Hans Gutschwager).

Die katholische Kirchenstiftung St Justina hat sie 1991 mit einem erheblichen Kostenaufwand grundlegend erneuern lassen. Am 20. Juli wird jedes Jahr das Patrozinium gefeiert. 

Die hl. Kümmernis soll einer Legende nach eine schöne und kluge Königstochter gewesen sein. Während ihr Vater Heide war, wurde sie im christlichen Glauben erzogen und gelobte ewige Jungfernschaft. Ihr Vater wollte sie mit einem heidnischen König vermählen. Die hl. Kümmernis aber betete, Gott möge sie entstellen, dass sie keinem Mann mehr gefällt. Daraufhin wuchs ihr ein Bart. Ihr Vater ließ sie deshalb wie Christus ans Kreuz schlagen (siehe Altarbild). Ein armer Spielmann habe ihr auf der Geige zum Trost gespielt. Als Belohnung schenkt die Kümmernis ihm einen ihrer goldenen Schuhe. 

(Text Msgr. Otto Baumgärtner)