Träger

Wir Dillinger Franziskanerinnen der Deutschen Provinz sind Träger der Kindertageseinrichtung St. Anna.
Im Jahr 1241wurde unsere Gemeinschaft erstmals urkundlich erwähnt. Heute leben und arbeiten Schwestern unserer Kongregation in Deutschland, den USA, in Brasilien, Indien, Spanien und der Schweiz. Das Engagement in der Erziehung und Bildung junger Menschen hat in unserer Gemeinschaft eine lange Tradition.
Bereits 1774 übernahmen vier Schwestern auf Veranlassung des damaligen Bischofs Clemens Wenzeslaus von Augsburg den Unterricht für Mädchen. Anfang des 20. Jahrhunderts erweiterte sich der Einsatz der Schwestern um Kindererziehung in Heimen und Kindergärten sowie um die Krankenpflege. Träger der Kindertageseinrichtung St. Anna ist somit eine Lebens- und Glaubensgemeinschaft von Frauen, die sich seit 1241 am Evangelium Jesu Christi und an Leben und Worten des heiligen Franziskus orientiert und auf dieser Grundlage auf die Nöte der jeweiligen Zeit antwortet.
Geleitwort der Provinzleitung:
„Und was bringen wir unseren Kindern […] bei?
Dass zwei mal zwei vier ist und Paris die Hauptstadt Frankreichs.
Wann wird man sie lehren, was sie selbst sind?
Jedem dieser Kinder sollte man sagen:
Weißt du auch, was du bist?
Du bist ein Wunder!
Du bist einmalig!
Auf der ganzen Welt gibt es kein zweites Kind, das genauso ist wie du. […]
Jawohl, du bist ein Wunder.
Und wenn du erwachsen sein wirst, kannst du dann einem anderen wehe tun, der, wie du selbst, auch ein Wunder ist?“
Pablo Casals, Licht und Schatten auf einem langen Weg. Frankfurt 1971
Was der berühmte Cellist Pablo Casals hier ins Wort bringt, ist genau das, was uns Dillinger Franziskanerinnen als Trägerin der Kindertagesstätte St. Anna und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert, uns gemeinsam für Kinder und ihre Familien zu engagieren.
Wir sind überzeugt davon, dass jedes Kind ein Wunder ist, mit dem Gott immer wieder neu zeigt, dass er die Hoffnung auf uns Menschen nicht aufgibt. Durch unsere Einrichtung und ihr pädagogisches Konzept wollen wir dazu beitragen, dass Kinder in einem geschützten Raum ihre Einmaligkeit entdecken und entfalten können und die Einmaligkeit der anderen achten lernen.
Dabei bewegen wir uns in der Tradition des heiligen Franziskus und der heiligen Clara von Assisi. Von Clara ist uns das kurze Gebet überliefert: „Ich danke dir, Herr, dass du mich so wunderbar erschaffen hast.“ Selbstbewusstsein und Bescheidenheit sind kein Widerspruch.
„Kannst du einem anderen wehe tun, der, wie du selbst, auch ein Wunder ist?“, so fragt Pablo Casals. Der Blick über das eigene Ich hinaus zum Du ist täglich zu üben - von Kindesbeinen an. Franziskus war ein Menschenfreund, der keiner Begegnung aus dem Weg ging und niemanden verletzen wollte. Er wollte allen ein Bruder sein. Nicht nur den Menschen, sondern der ganzen Schöpfung begegnete er geschwisterlich. Und er wurde nicht müde, die Wunder der Schöpfung zu preisen. Er konnte über die kleinen und großen Wunder des Lebens staunen und entdeckte in allem und allen Spuren des Schöpfers. Im Jahr 2025 dürfen wir das 800jährige Jubiläum seines berühmten Sonnengesangs feiern, der durch die Zeiten hindurch Menschen fasziniert. Aus dem Staunen über das Wunder der Schöpfung erwächst die Verantwortung für unser gemeinsames Lebenshaus. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, uns in dieser Haltung mit den Kindern weiterzuentwickeln.
Den Blick für die kleinen und großen Wunder, Selbstvertrauen und Gottvertrauen, Achtsamkeit gegenüber Menschen und Natur, Resilienz im Umgang mit Schwierigkeiten – das sind Werte, die wir den Kindern in St. Anna mit auf den Weg geben wollen.
Unser engagiertes Team unter der Leitung von Frau Seehuber und Frau Frank, unterstützt von Sr. Sieglinde Wörner als Trägervertreterin vor Ort, arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in der Kindertagesstätte St. Anna. Die Neufassung der Konzeption ist ein Konzentrat dieses Prozesses.
Wir hoffen, dass unser Haus für Kinder und ihre Familien ein guter Ort ist und bleibt!
Sr. Martina Schmidt, Provinzleiterin der Dillinger Franziskanerinnen, Deutsche Provinz
Geschichte
Profil
Christliches Menschenbild Wir sehen den Menschen als geliebtes Geschöpf und Abbild Gottes.
Darin liegt die uneingeschränkte Würde jedes Einzelenen begründet.
Deshalb prägt die Haltung der Ehrfurcht unseren Umgang mit den uns anvertrauten Kindern und Eltern, unsere Zusammenarbeit im Team mit den KooperationspartnerInnen und nicht zuletzt mit uns selbst. Franziskanische Prägung
Franziskus betontezeitlebens die Geschwisterlichkeit und wurde selbst allen Geschöpfen zum Bruder.
Darin begründen wir den dialogischen Charakter des Erwachsenen-Kind-Verhältnisses.Gleichermaßen ist der Umgang der pädagogischen Mitarbeiterinnen untereinander, sowie mit Eltern, Träger und Kooperationspartnern von Geschwisterlichkeit gekennzeichnet.
Bei Franzikus bezog sich Geschwisterlichkeit auf die gesamte Schöpfung. Ihm wurden Tiere, Elemente und Gestirne zu Schwestern und Brüdern. In unserer Kindertageseinrichtung hat dies zur Konsequenz, dass wir Verantwortung gegenüber der Natur wahrnehmen. Sensibilität für die Schöpfung und bewusster Umgang mit ökologischen Ressourcen sind für uns wichtige Erziehungsziele.