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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Heiliger Abend 2022

13.01.2023

Etliche Gläubige versammelten sich zur Christmette um 22 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin. Nach dem feierlichen Einzug sprach Herr Stadtpfarrer De Blasi in seinen Eingangsworten davon, wie sich das heutige Weihnachten entwickelte: Es entstand in Rom am Tag der Wintersonnenwende, der damals auf den 25. Dezember fiel. Ein Fest zu Ehren des "unbesiegten Sonnengottes" war erst 274 n. Chr. von Kaiser Aurelian eingeführt worden.

In einer Krippe, geschmückt mit Blumen und dem Friedenslicht aus Bethlehem, liegt das Kind, das uns Gott in diese Welt gesandt hat. In eine Welt, die in diesen Tagen geprägt ist von Macht, Gewalt, Krieg, Terror, Umweltkatastrophen und Hungersnot, auch von Einsamkeit, Neid, Vertreibung und Dunkelheit. Gott wollte Mensch sein, so wie wir es sind. Deshalb sandte er uns, nachdem er die Welt und uns erschaffen hatte, Jesus, das Licht der Welt.
In der Lesung aus dem Buch Jesaja heißt es: „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf. Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“
Das Evangelium in der Heiligen Nacht zeigt uns auf, wie Maria und Josef von Nazareth nach Bethlehem zogen, um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen. Als Maria gebären sollte, gewährte ihnen niemand eine Unterkunft. So kam Jesus in einer Krippe zur Welt.  

Gott zwingt niemanden zu Glauben. Wir haben die Freiheit für oder gegen den Glauben. Gott will uns nicht zwingen, sondern gewinnen. Gott setzt auf das Kind in der Krippe. Gott meint es gut mit uns. Er zwingt uns nicht zu Glauben, Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit.
Hoffen und beten wir, dass die Menschen sich wieder aufeinander zubewegen, Kriege und Hungersnot durch den Glauben an das Kind in der Krippe überwunden werden. Möge das Licht, das von der Krippe ausstrahlt, die Menschen im Glauben vereinen.

Text: Claudia Mayer-Lindner