Engagiert in Kirche und Gesellschaft
Eine große Trauergemeinde hat Abschied von Maria Wagner genommen. Die Lauingerin brachte sich an vielen Stellen für die Gemeinschaft ein.
Eine große Trauergemeinde hat in Lauingen Abschied von Maria Wagner genommen. Die Lauingerin ist am Ende August im Alter von 96 Jahren gestorben. Den Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Martin zelebrierte Pater Hilary. In ehrenden Nachrufen würdigten Lisa Weindl für den katholischen Frauenbund, Claudia Mayer als Pfarrgemeinderatsvorsitzende für die Pfarrei St. Martin und Rosemarie Greck für die „Bereitschaft“ und den Blutspendedienst des Roten Kreuzes Lauingen das Wirken der Verstorbenen. Auch stellvertretender Landrat Alfred Schneid dankte für das vielseitige kirchliche und soziale Engagement von Maria Wagner. Die Lauingerin war Trägerin der Verdienstmedaille des Landkreises.
Maria Wagner war am 4. Juni 1920 als Kind er Eheleute Nußbaum in Echenbrunn zur Welt gekommen war. Als sie fünf Jahre alt war, kauften ihre Eltern, die als Vikutalienhändler unterwegs waren, ein Haus in der Schlossstraße in Lauingen. Mit Begeisterung war Maria Wagner in der kirchlichen Jugendgruppe der Pfarrei dabei. Sie hat später sehr oft davon erzählt – besonders davon, wie schwierig dies in der NS-Zeit auch hier in Lauingen gewesen war. 1943 heiratete sie den Friseur Otto Wagner aus München, der als Soldat in Dillingen stationiert war. 1945 kam Sohn Otto und 1947 Tochter Annemarie zur Welt. Die Eheleute eröffneten zunächst in der Schrannenstraße und dann in ihrem eigenen Haus in der Herzog-Georg-Straße 32 ein Friseurgeschäft, in dem Maria Wagner mithalf. Sie war viele Jahre ihres Lebens für ihre Mitmenschen aktiv. Beim Blutspendedienst wirkte sie bis ins hohe Alter als Helferin mit. Dem katholischen Frauenbund gehörte sie seit 1949 als Mitglied an. Lange Jahre war die nun Verstorbene Vorsitzende des Ortsvereins und auch Bezirksleiterin. Im Jahr 1963 gründete sie im Frauenbund den „Mütterkreis“. Später wurde Wagner zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Lange Jahre war die Verstorbene auch Mitglied im Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Martin in Lauingen. 1977 erhielt sie von Bischof Josef Stimpfle die Beauftragung als Kommunionhelferin.
Von 1991 bis zum Jahr 2008 hat sie als Laienhelferin mit anderen Frauen aus dem Frauenbund und Bewohnern der Elisabethenstiftung mit Begeisterung regelmäßig gemeinsam gekegelt. Seit ihr Haus durch äußere Umstände unbewohnbar geworden war, lebte Maria Wagner im Lauinger Spital. Mit großer Freude und in einer großen Runde von Familie, Freunden und Bekannten konnte sie im vergangenen Jahr ihren 95. Geburtstag feiern.
Quelle: Donauzeitung