"Der Herr gibt seinen Segen und die Erde ihre Frucht": Erntedank 2020
"Der Herr gibt seinen Segen und die Erde ihre Frucht"
So steht es auf dem bestickten Tuch am Erntedankaltar. Vielen Menschen in den Städten
ist es gar nicht mehr bewusst, wie Getreide, Obst und Gemüse reifen und geerntet werden.
Wir Menschen sind verantwortlich der Schöpfung gegenüber. Viele stehen nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Danken wir also Gott nicht nur dafür, dass er Früchte, Gemüse und Obst hat wachsen und gedeihen lassen, sondern auch den vielen Landwirten für die bestellten Felder und das Einbringen der Ernte.
In seinem Hirtenwort erinnerte Bischof Bertram an den heiligen Franziskus, der im 13. Jahrhundert lebte und aus dessen Feder der Sonnengesang entstand. Hier ein kleiner Auszug daraus, passend zu Erntedank:
Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.
Auch Papst Franziskus erinnert uns in seinen Worten immer wieder daran, der industriellen Massentierhaltung, Urwälder ohne Rücksicht auf die darin lebenden Indigenen oder die Pflanzenwelt radikal abzuholzen, entgegenwirken. Jeder Mensch ist ein von Gott geliebtes Geschöpf, dessen Berufung es ist, als „Abbild Gottes“ in Harmonie mit IHM und der Schöpfung zu leben, die Erde zu „bebauen“ und zu „hüten“.
Zur Wandlung brachten Kinder wieder Gaben an den Altar, einen Korb mit Obst und Gemüse, das an das große Angebot, das auf unseren Feldern und Gärten wächst, erinnert. Eine Maske als Ausdruck an die Corona Pandemie. Ein Kissen als Mahnmal für Krieg, Flucht und Gewalt. Einen Krug mit Wasser – schenkt Leben und verhindert Trockenheit und Dürre. Brot und Wein stillen unseren Hunger und Durst, eine Kerze die an Jesus erinnert, der als Licht in diese Welt kam
Danken wir Gott für alles. was er uns schenkt. Denn die Welt wurde uns von Gott anvertraut. Danken wir auch den vielen Landwirten und Gärtnern für ihre Arbeit und vergessen auch nicht, unsere Umwelt zu schützen, für die wir die Verantwortung tragen.
Text und Bild: Claudia Mayer-Lindner