Krippenfahrt nach Landshut
Stadtpfarrer De Blasi führte Teilnehmer auf die Spuren der mittelalterlichen Herzogstadt
Überaus begeistert und beeindruckt von Landshut waren die Teilnehmer der diesjährigen Krippenfahrt, die unter Leitung von Stadtpfarrer De Blasi am 5. Januar in die niederbayerische Metropole führte. Pfarrer De Blasi freute sich, dass er nicht nur zahlreiche Lauinger, sondern auch Krippenbegeisterte aus Frauenriedhausen, Faimingen und Wittislingen im Bus willkommen heißen durfte. Landshut, bis zum Ende des Mittelalters Hauptstadt des Herzogtums Bayern Landshut, hat in seinem letzten Herrscher, Herzog Georg dem Reichen, eine direkte Verbindungslinie zu Lauingen: Nach dem Tod des Herzogs, der ohne männlichen Erben verstarb, kam es zum „Landshuter Erbfolgekrieg“ und in dessen Folge nach einem kaiserlichen Schiedsspruch zur Neugründung des Herzogtums Pfalz- Neuburg, dessen Nebenresidenz Lauingen wurde. Der Name Georgs des Reichen lebt in Lauingen in der Hauptstraße fort.
In Landshut, das mit einem von den Zeitläufen verschonten mittelalterlichen Stadtkern überzeugt, besuchte die Gruppe die Dominikanerkirche, wo verschiedene Krippen aus mehreren Epochen besichtigt werden konnten, und wo- wie könnte es in einer Dominikanerkirche auch anders sein?- eine Begegnung mit dem hl. Albert „Heimatgefühle“ erweckte. Nach einer tadellosen Mittagseinkehr wurden die Teilnehmer der Fahrt in zwei Gruppen durch die Stadt geführt; dabei beeindruckte zunächst die spätgotische Martinskirche mit dem höchsten Backsteinkirchturm der Welt und zahlreichen außerordentlichen Kunstwerken, und dann das Rathaus, das vielen von der Fernsehserie „Um Himmels willen!“ als „Residenz“ des Kaltentaler Bürgermeisters Wöller bekannt war. Nach einer Kaffeepause erreichten gegen Abend alle Teilnehmer froh und reich beschenkt an guten und schönen Eindrücken mit dem Komfortreisebus der Fa. Dirr wieder die Heimat.