Menü
Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen
Ostern 2022

Feier der ÖSTERLICHEN TAGE

17.04.2022

Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche, auch Karwoche genannt. An diesem Sonntag feiern wir den Einzug Jesu in Jerusalem.

Mit dem Hohen Donnerstag (Gründonnerstag) beginnt das Triduum Sacrum (lat. für „Heilige Drei Tage“) oder Triduum Paschale („Österliche Drei Tage“). Auf den Gründonnerstag folgen der Karfreitag, dem Tag des Leidens und Sterbens des Herrn, der Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe des Herrn und schließlich das Hochfest der Auferstehung Christi, dem größten Fest der Christenheit.

Gründonnerstag: Beim Abendmahl mit seinen Jünger wusste Jesus schon, dass ihn Judas verraten wird und er zum Tode verurteilt wird. Er brach das Brot, sagte Dank und reichte es seinen Jüngern. Ebenso nahm er den Kelch, dankte, reichte ihn seinen Jüngern mit den Worten: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Anschließend wusch er allen die Füße und trocknete sie mit einem Leinetuch ab. Dies ist das Zeichen der Nächstenliebe. Folgen wir dem Beispiel Jesu und handeln so, wie er es an seinen Jüngern vorgemacht hat. Die Kirchenglocken und die Orgel schweigen nun bis zur Osternacht. Anschließend fand die Gebetsstunde der Frauen, gestaltet vom Frauenbund, statt.

Karfreitag: Der Tag, der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. Im ersten Teil der Liturgie stand der Wortgottesdienst mit den Lesungen aus dem Buch Jesaja und aus dem Hebräerbrief, gefolgt von der Passion, der Leidensgeschichte Jesu nach Johannes. Sie zeigt uns nicht nur was geschah, sondern warum und wozu es geschah und dass Jesus sich freiwillig dem Tod ausgeliefert hat. Nach den großen Fürbitten folgte die Kreuzverehrung. In seiner Predigt erinnerte Stadtpfarrer De Blasi daran, dass uns das Kreuz immer wieder in unserem Leben begegnet. Egal, ob auf den Fluren, in Häusern, auf Friedhöfen oder in den Bergen, es ist allgegenwärtig. Es hat für jeden Gläubigen eine eigene, wichtige Bedeutung.

Osternacht: Mit der Lichtfeier und der Prozession begann die Feier der Auferstehung Christi. Zur Prozession wurde mit den dreimaligen Rufen: Lumen Christ  -  Deo gratias die geweihte Osterkerze in die Kirche getragen und das Licht an die Gläubigen weitergegeben. Nach dem Osterlob folgte der Wortgottessdienst, in dem die alttestamentlichen Lesungen Genesis (die Erschaffung der Welt) und Exodus (der Auszug der Israeliten aus Ägypten) gelesen wurden. Nach dem Tagesgebet folgte die Epistel, die letzte Lesung. Zum Gloria erklang die Orgel wieder und das Licht erhellte ab diesem Moment die Kirche. Stadtpfarrer De Blasi sprach in seine Predigt davon, dass auch heute noch viele Menschen überzeugt davon sind, dass es Jesus nicht nur gegeben hat, sondern dass dies für sie von fundamentaler Bedeutung sei. Sie glauben an die Auferstehung und das ewige Leben. Die Frage nach Leben und Tod habe die Menschen schon immer umgetrieben. Der Glaube an den Auferstandenen lässt sich auch heute nicht aufhalten. Danach erfolgte die Tauffeier mit Erneuerung unseres Glaubens und der Segnung des Taufwassers.

Text: Claudia Mayer-Lindner