Die Feier der heiligen drei Tage
Gott liebt die Menschen, und er liebt sie auch wenn sie es nicht wissen oder es nicht wollen. Gott rettet die Menschen durch die Opferhingabe seines menschgewordenen Sohnes. Durch die Auferweckung seines Sohnes ist der Tod besiegt, ist uns ewiges Leben geschenkt!
Die heiligen drei Tage setzen sich zusammen aus:
Gründonnerstag (Hoher Donnerstag) – Die Feier des Letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern
Karfreitag – Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
Osternacht – Die Auferstehung des Herrn
Der Gründonnerstag steht im Zeichen des Abschiedes Jesu. Zum letzten Mal kommt Jesus mit seinen zwölf Jüngern zusammen, denn er wusste, dass seine Stunde gekommen war. Nach dem gemeinsamen Mahl begann Jesus den Jüngern die Füße zu waschen und mit einem Leinentuch abzutrocknen. In diesem Liebesdienst gab Jesus uns ein Beispiel, damit auch wir an uns so handeln, wie er an seinen Jüngern gehandelt hat. Zum Gloria ertönte der Klang der Orgel zum letzten Mal und auch die Kirchenglocken läuteten ein letztes Mal. Bis zur Osternacht schweigen Orgel und Kirchenglocken. Im Anschluss an die Feier des letzten Abendmahles fand eine Anbetungsstunde, gestaltet vom Frauenbund, statt
Der Karfreitag steht für das Leiden und Sterben Christi. Die Feier der Liturgie setzt sich aus drei Teilen zusammen: Der erste Teil setzt sich zusammen aus dem Wortgottesdienst mit der Passion und den großen Fürbitten. In der Lesung aus dem Buch Jesaja erinnern wir uns an das Leiden Jesu, das er nach der Auslieferung ertragen musste. Die Passion, von der Verhaftung Jesu, dem Verhör bei Hannas, der Verurteilung durch Pilatus, der Kreuzigung und des Todes Jesu und die Bestattung seines Leichnams wurde in diesem Jahr von der Schola musikalisch vorgetragen. Nach den großen Fürbitten wurde das mit einem violetten Tuch bedeckte Kreuz in drei Schritten enthüllt und verehrt. Als dritter Teil der Feier des Karfreitags folgte die Kommunionspendung.
Auf Grund der Corona-Pandemie begann die Osternacht in diesem Jahr bereits um 19.30 Uhr mit der Segnung des Osterfeuers. Im ersten Teil der Lichtfeier bereitete Stadtpfarrer De Blasi vor der Kirche St. Martin die Osterkerze und entzündete sie dann am Osterfeuer. Unter dem dreimaligen Ruf: Lumen Christi – Deo gratias (Licht Christi – Dank sei Gott) erfolgte die Prozession mit der Kerze in die Kirche und das Licht wurde an die Mitfeiernden weitergegeben. Es folgte das Osterlob (Exultet). Lesungen aus dem Buch Genesis und dem Buch Exodus eröffneten den Wortgottesdienst. Zum Gloria erhellte sich die Kirche mit Licht und die Orgel ertönte wieder. Der Wortgottesdienst endete mit dem Tagesgebet und der Epistel. Im dritten Teil, der Tauffeier, wurde nach der Taufwasserweihe das Taufversprechen erneuert. Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier. Nach dem Gottesdienst wurden an den Ausgängen den Kirchenbesuchern Ostereier als kleine Gabe verteilt.
Text: Claudia Mayer-Lindner