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Pfarreien, Gottesdienste, Veranstaltungen

Kirchen und Kapellen - Seite 2

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Pfarrkirche "St. Johannes d. Täufer", Großhausen

Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist der Täufer in Großhausen wurde 1732 durch Spenden und Erbitten von Geldern von der damaligen Äbtissin aus dem Reichsstift Obermünster in Regensburg in der Leitung von Pfarrer Thomas Triebenbacher erbaut. Noch heute ist in einem Dachstuhlbalken der Pfarrkirche die Inschrift „T.T 1732“ zu lesen. Der Altarchor wurde mit Dreipaßfenstern ausgestattet. Das Hochaltarbild stammt von einem Friedberger Maler mit dem Namen F. Reis (?)und die Fresken von Johann Reismüller.

Pfarrkirche "St. Magnus", Kühbach

Am Nordrand des Marktes, zwischen alter B300 und der Paarer Straße, gegenüber dem Marktplatz, liegen Kirche und ehemaliges Kloster des Marktes Kühbach. Die Pfarr- und ehemalige Klosterkirche der Benediktinerinnen wurde schon um das Jahr 1000 gegründet und erbaut.   Das massive Untergeschoss des Turmes mit dem Rundbogenfries stammt noch aus romanischer Zeit. Nach einem weiteren Brand 1577 wurde die Kirche im gotischen Stil errichtet. Die heutige Barockkirche wurde 1687 bis 1688 erbaut. Die Innenausstattung wird geprägt von einer reichen hochbarocken Stuckdekoration. Der mächtige Hochaltar und die fünf Nebenaltäre sind geprägt durch ihren nussbaumfurnierten und teilvergoldeten Säulenaufbau und die großen Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Außenwände des Kirchenschiffes stammen noch aus gotischer Zeit.
Besonders erwähnenswert ist das für diese Gegend ungewöhnliche Patrozinium des Hl. Magnus von Füssen", das wohl etwas mit der Stifterfamilie des 11. Jahrhunderts zu tun hat.   Innenrenovierung ab 1998 Die letzte Innenrenovierung fand in den Jahren 1998 bis 2000 statt. Unter anderem wurde wieder ein Mittelgang geschaffen und die alte Öl-Umluftheizung durch eine neue Niedertemperaturheizung unter den Sitzbänken ersetzt. Danach wird die gesamte Raumschale sowie die meisten Altarbilder restauriert.    Ölberg wurde grundlegend gereinigt und restauriert Nachdem die Arbeiten am Kirchplatz vollendet waren, wurde 2013 auch der Ölberg an der Außenmauer der Kühbacher Pfarrkirche in den Urzustand gebracht. In der Ölbergnische sind wieder die restaurierten Figuren „Betender Heiland“, „Kelchreichender Engel“ und von links die Apostel Johannes, Jakobus und Petrus aufgestellt. Die Restaurierung der Figuren wurde von Werner Schrupp aus Schwabmünchen durchgeführt. Dazu gehörte die grundlegende Reinigung der stark verschmutzten Figuren. Die farbliche Gestaltung wurde beibehalten und die vorhandenen Schäden ausgebessert und anschließende konserviert. Die Kirchenmalerin Eva Schinkinger aus Augsburg hat das Hintergrundbild Jerusalem ohne Veränderung neu gemalt. Die Felsformation wurde durch die Stuckateurfirma Höck aus Augsburg gereinigt und teilweise ergänzt. Die farbliche Angleichung der ergänzten Steine erfolgte wieder durch Werner Schrupp. Das Schutzgitter hat die Aichacher Kunstschmiedewerkstatt Erhard gereinigt und neu pulverbeschichtet. Die Goldarbeiten an den Spitzen des Gitters erledigte Kunstmaler Helmut Mayr.   Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach   Link zum Filmbeitrag "Schloß Kühbach" Veröffentlicht am 04.05.2012: "Das ehemalige Benediktinerinnenkloster St. Magnus kann auf eine 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Seit 150 jahren ist es im Besitz der aus dem Gressoney in Italien stammenden Freiherren von Beck-Peccoz."

Pfarrkirche "St. Martin", Unterbernbach

Die Pfarrkirche St. Martin zählt zu den ältesten Gotteshäusern im Wittelsbacher Land. Ihr Vorgängerbau, eine kleine Kapelle, soll um 1180 entstanden und dem heiligen Veit geweiht gewesen sein. Vitus ist auch noch heute der zweite Kirchenpatron. Der gotische Sattelturm wurde in der ausgehenden Renaissance oder im Frühbarock mit Voluten geschmückt. Das Juwel des Gotteshauses, der spätgotische Chor, ist nach einer aufgefundenen Datierung im Gewölbe im Jahr 1488 erstellt worden. Das Langhaus wurde 1875, anstelle des wohl auch spätgotischen Gemeinderaumes, unter teilweiser Verwendung des alten Mauerwerks neu errichtet. Die Innenausstattung wird geprägt durch die neugotischen Hoch- und Seitenaltäre, sowie dem Deckengemälde, welches die Thematik des 1. Weltkrieges aufgreift. Eine Besonderheit im die Pfarrkirche umgebenden Friedhof ist ein großer Stein, der an einen Mehlsack erinnert.

Schloßkapelle, Haslangkreit

Die Schlosskapelle in Haslangkreit wurde im Jahr 1676 in das Erdgeschoß des westlichen Schlossflügels, wo sie schon früher einmal untergebracht war, neu eingebaut und barock umgestaltet. "St. Georg, Patron dieser Kirche, 1689", so steht in lateinischer Sprache über dem Altar der barocken Schloßkapelle geschrieben, die deshalb alljährlich am Georgstag ihr Patrozinium begeht. Die Kapelle und das Schloss befinden sich heute in Privatbesitz. Bei schönem Wetter organisieren die Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft seit 1990 im malerischen Schloßpark immer Ende August ein gemeinsames Pfarrfest der vier Pfarreien Kühbach, Unterbernbach, Großhausen und Unterschönbach. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Weiherkapelle, Haslangkreit

Die kleine Kapelle befindet sich an einem Weiher zwischen den Kühbacher Ortsteilen Paar und Haslangkreit. Sie wurde 1694 erbaut, vermutlich von Franz Freiherr von Haslang, damals Domdekan des Domkapitels in Augsburg und Regensburg. Dieser besaß die Hofmark Haslangkreit. Baustil und früher ins Mauerwerk eingeritzte Arkadenmuster sowie auch der Deckenstuck erinnern an den damaligen barocken Umbau der nahen Kühbacher Klosterkirche. Die barocken Figuren der schmerzhaften Muttergottes und der Heiligen Isidor und Wendelin im Inneren mußten leider wegen Diebstahl entfernt werden. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach
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Siehe auch

Buchkapelle, Kühbach

Die Buchkapelle im Buchholz wurde wohl in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Sie blieb noch übrig von den abgetragenen Einödhöfen Oberbuch und Unterbuch. Die Kapelle steht am Platz des einstigen sehr großen Hofes Oberbuch und ist nach ihm benannt. Die Felder des Hofes sind heute mit Wald bedeckt.
Die Kapelle wurde wohl nie geweiht.
Eine "Altöttinger" schwarze Madonna wurde vor Jahren aus der Kapelle entwendet, konnte aber wieder beigebracht werden. Heute steht in der Kapelle eine Lourdes-Madonna, die von Hilfesuchenden gerne in verschiedenen Anliegen aufgesucht wird. Zahlreichen Besuch hat die Buchkapelle bei der jährlich stattfindenden Maiandacht, bei der sich Hunderte von Besuchern aus Kühbach und Umgebung einfinden.   Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Arme-Seelen-Kapelle, Kühbach

Am 17. Juli 2011 segnete Pfarrer Paul Mahl im Rahmen des Festgottesdienstes am Skapulierfest die renovierte Aller-Seelen-Kapelle. Früher, als die Pfarrkirche noch von einem Friedhof umgeben war, wurde an dieser Stelle, gleich am Eingang zur Pfarrkirche, wohl eine Kapelle geschaffen, um für die Verstorbenen, die „Armen Seelen“ beten zu können. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Kapelle dann aufgelassen und nur mehr als Stauraum für mancherlei kirchliche Gebrauchsgegenstände genutzt. Mesner Martin Zeidler gab im letzten Jahr den Anstoß, den Vorraum wieder der ursprünglichen Nutzung zugänglich zu machen. Schüler der Berufschule in Aichach stellten daraufhin nach einer Original-Kirchenbank neue Bänke her. Die Restaurierung des gotischen Kreuzes, einer wertvollen Arbeit aus dem 16. Jahrhundert, wurde in bewährter Weise von Holzbildhauer Peter Sulzer aus Laimering und Restaurator Axel Wieland aus Bachern durchgeführt. Viele freiwillige Helfer haben sich eingebracht, um die Renovierungskosten niedrig zu halten. Die Kapelle wird von den Mesnern immer sehr ansprechend gestaltet. Auch der Kindergarten hat sich schon mit dem Aufstellen selbstgebastelter Krippenfiguren beteiligt. So wurde die Aller-Seelen-Kapelle in kürzester Zeit zu einem neuen Kleinod der Pfarrkirche. [Fotos: Helene Monzer]

Filialkirche "St. Laurentius und St. Stephanus", Paar

Im Paartal, auf einer leichten Anhöhe am Westrand der Ortschaft Paar, steht die Filialkirche zu Ehren der Heiligen St. Stephanus und St. Laurentius. Sie zählt zu den bedeutendsten Werken der Nachgotik in Bayern. Die ursprünglich kleinere Kirche war die Grablege der Familie der Freiherren von Haslang. Davon zeugen der Grabstein für einen 1491 verstorbenen Ahnherrn und die prächtigen Grabmäler für weitere Familienmitgliedern aus dem 16. Jahrhundert. Aus dem 15. Jahrhundert stammen die Figuren der beiden Kirchenpatrone. 1605 erfolgte der Abbruch der gotischen Kirche, aber bereits 1606/07 erstand der Neubau im nachgotischen Stil in Form eines lateinischen Kreuzes. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Friedhofkapelle, Kühbach

Die Friedhofkapelle befindet sich auf dem gemeindlichen Friedhof in Kühbach.
Im Jahr 1986 wurde die 1824 errichtete Friedhofkapelle von der Marktgemeinde renoviert. Über das Entstehen der ersten Kapelle an diesem Ort sagt eine an der Vorderseite angebrachte Inschrift folgendes aus:
"Anno 1824 ließen Josef Gschoßmann und dessen Gattin Maria Anna, bürgerliche Bierbrauers-Eheleute in Kühbach, diese Kapelle zum seligen Angedenken für die Verstorbenen ganz neu erbauen. Gott belohne ihre gute Arbeit."
Eine zweite Tafel "Den Toten der Heimat" ist zum Gedenken der verstorbenen Heimatvertriebenen ebenfalls an der Vorderseite der Kapelle eingemauert.
Die heutige Friedhofkapelle wurde 1864 fertiggestellt und 1865 eingeweiht. An den Wänden im Innenraum der Kapelle hängen 14 Bilder, die die Stationen des Kreuzweges darstellen.
Die im Turm befindliche Glocke wird - auch heute noch von Hand - bei Beerdigungen geläutet, wenn die Verstorbenen zum Grab geleitet werden.
Während der Sommermonate wird in der Kapelle, wie schon zu früherer Zeit, an jedem Sonntag ein Rosenkranz gebetet. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Hauskapelle "St. Pius", Kühbach

Die Hauskapelle befindet sich im Kühbacher Seniorenheim. Weihbischof Rudolf Schmid weihte am 27.09.1987 den Erweiterungsbau des damaligen "Caritasheimes" ein. Im Zuge des Umbaus wurde auch die Hauskapelle in das Dachgeschoss des Neubaus verlegt. Der Altar in der neuen Kapelle, die etwa 50 Menschen Platz bietet, birgt Reliquien des Hl. Papstes Pius X. Pfarrer Mahl feiert einmal wöchentlich eine Hl. Messe und an den Sonntagen finden Wortgottesdienste statt. Regelmäßig wird hier auch zu Kleinkindergottesdiensten eingeladen. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Hofkapelle Stockensau

Im Bauerngartl des Anwesens Greppmair - heute Familie Wagner - in Stockensau steht eine kleine Hofkapelle aus dem 19. Jahrhundert. Wer von Kühbach her kommt, kann diese kleine Kapelle am Ortseingang nicht übersehen. Am Eingang zur Kapelle ist links und rechts je ein Totenbrett angebracht. Auf einem Brett steht: "Zum Andenken an den ehrengeachteten Sebastian Haas, gewester Austragsbauer von hier, gest. Juni 1869. Leb wohl, Wanderer und bete für meine Seele. Bedenke, dass du auch nur ein Wanderer bist und mich vielleicht bald auf dem nämlichen Weg einholen wirst."
Die Totenbretter- mit Inschriften und Malereien verziert - wurden zum Gedächtnis des Toten am Ort des Todesfalles oder an viel begangenen Wegen aufgestellt. Auf dem Totenbrett hatte die Leiche vor dem Einsargen und dem Begräbnis gelegen. Früher gab es noch keine Leichenhäuser. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Kapelle, Oberschönbach

Die kleine Ortskirche St. Wendelin in Oberschönbach wird erstmals im Jahre 1836 erwähnt, ist aber wahrscheinlich älter. Sie wurde in den letzten Jahren gründlich renoviert und 2013 am Festtag des Kirchenheiligen St. Wendelin neu eingeweiht. Der barocke Altaraufbau birgt das Bild „Maria mit Kind von der immerwährenden Hilfe. Links ist die Figur des hl. Leonhard und rechts des hl. Wendelin. Beachtenswert ist der schön gemalte Kreuzweg. In der Kapelle steht rechts unten noch eine kleine Ölbergtafel. Es ist Jesus, der Blut geschwitzt hat. Weitere Bilder zeigen die hl. Viktoria und die Mutter Anna mit Maria. Das Kreuz an der Westwand ist wohl aus der Nazarenerzeit. Im Türmchen hängt eine Glocke, die dreimal am Tag zum „Engel des Herrn“ geläutet wird.
Der Oberschönbacher Kirchenheilige Wendelin lebte nach der Legende als Einsiedler und Pilger im Saarland im Gebiet um Trier und tat Dienste als Hirte. Das soll um 600 gewesen sein. Später war er der Obere einer Einsiedlergenossenschaft, aus der bald darauf die Benediktinerabtei Tholey entstand. Das Kloster erbaute ein reicher Diakon der Kirche von Verdun im 7. Jahrhundert. Das Grab des hl. Wendelin wurde das Ziel einer regen Wallfahrt und im Laufe der Zeit entstand das Städtchen St. Wendel. Wendelin ist der Patron der Bauern und Hirten. Er wird bei Viehseuchen angerufen.
Helene Monzer Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Kirche "St. Johannes d. Täufer", Winden

Die ehemalige Schlosskapelle im Kühbacher Ortsteil Winden zu Ehren des Hl. Johannes des Täufers könnte noch aus dem späten Mittelalter stammen. Die Kirche dürfte in den Jahren 1600 bis 1632 vom Ortsherren, dem Augsburger Benediktinerabt von "St. Ulrich und Afra", Johannes Merk, baock umgestaltet worden sein, wie dessen Wappen hoch über der Eingangtür verrät.
Im Turm hing bis zum 21. Mai 1942 eine Glocke mit 250 Kilogramm Gewicht. Sie wurde im 2. Weltkrieg für die Rüstung verwendet. Dafür läutet heute eine andere, ähnliche Glocke dreimal am Tag - früh, mittags und abends - zum Gebet, allerdings nicht mehr mit Handbedienung, sondern automatisch. Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Kreuzbergkapelle, Haslangkreit

  In Stockensau-West sollte eine Schlackendeponie errichtet werden. Dies wollten die Einwohner der näheren Umgebung so nicht hinnehmen. Kinder der nahegelegenen Kühbacher Volksschule stellten auf dem möglichen Deponiegelände 21 Kreuze mit ihren Fürbitten auf. Seitdem wird dieser Berg "Kreuzberg" genannt und hat so auch der Kapelle ihren Namen gegeben.     Als Zeichen der Not und zum Abwenden der Bedrohung durch eine Deponie wurde der Bildstock erbaut und am 10. Juli 1992 eingeweiht.   Am 12. September 1993 begann dann der Bau der Kreuzbergkapelle unter Einbeziehung des Bildstocks. Am 30. Januar 1994 wurde die Glocke der Kreuzbergkapelle vom damaligen Kühbacher Pfarrer Adolf Nießner geweiht und damit auch die Kapelle ihrer Bestimmung übergeben.                 Literaturnachweis: Die Texte zur Kreuzberg-Kapelle wurden entnommen aus:
Chronik der Kreuzbergkapelle; 1994
Sowie aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach   Herausgeber: Die Erbauer der Kreuzbergkapelle
Texte und Gestaltung: M. Richter
Fotos: A. Arzberger, W. Böhm, H. Hörmann, W. Jentsch, M. Richter, H. Schlämmer, M. Spies, u.a.     --- AKTUELLES ---   Maiandacht am 10. Mai 2017                                                       [Fotos: Michael Richter]       20 Jahre Kreuzbergkapelle - Dankgottesdienst am 14. Mai 2014 Der Himmel war schwarz und regenverhangen. In den vergangenen 20 Jahren war noch nie eine Maiandacht wegen schlechten Wetters ausgefallen. Deswegen waren wir fest entschlossen, auch unseren Festgottesdienst trotz des Aprilwetters an der Kreuzbergkapelle zu feiern. So machten wir uns auf den Weg: sechs Ministranten mit Kreuz und Pfarrer Mahl gingen dem Bittgang voran. Auf dem Weg zur Kreuzbergkapelle wurde das Feldkreuz, das die Familien Dunau und Fröhlich renoviert hatten, geweiht. Vier Musiker spielten am Feldkreuz und begleiteten anschließend mit ihren Blasinstrumenten den Gottesdienst an der Kreuzbergkapelle. Einige Zeit vorher war diese von Fam. Arzberger und Seitz außen geweißelt, innen ausgebessert worden und sie sorgten auch für den Blumenschmuck. Auf dem Weg rauf zur Kapelle gab es einen kurzen heftigen Schauer und ein böiger, kalter Wind blies von Norden. Aber als wir oben ankamen, hörte der Regen auf und in Richtung Stockensau spannte sich ein herrlicher Doppel-Regenbogen am Himmel. Eigentlich sollte an der Kapelle das neue „Gotteslob“ benützt werden, aber daran war nicht zu denken. Denn Regenwasser tropfte von den Linden und ein starker Wind blies fast während des ganzen Dank-Gottesdienstes. Es wurde ein bewegter Gottesdienst, weil der Altartisch mal nach draußen oder wieder reingetragen werden musste. Wenigstens zur Kommunion war es einigermaßen trocken. Vor dem Schlusssegen gab es noch einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Kreuzbergkapelle: „1994, also vor 20 Jahren, ist die Kapelle auf dem Kreuzberg fertig geworden. Auch wenn auf der Abschluss-Platte 1993 steht, so fand der Kapellenbau erst am 30. Jan. 1994 sein offizielles Ende mit der Glockenweihe durch Pfr. Adolf Nießner. Gebaut in vielen Stunden und von vielen Händen.  Der Bildstock war bereits 1992 fertig und wurde ein fester Bestandteil unserer Kapelle. Das Altarbild, gemalt von Rosemarie Rössig, zeigt die beiden Heiligen unserer Heimat, St. Georg und St. Magnus. Auch heute hat uns die Glocke der Kreuzberg-Kapelle mit ihrem Läuten von weitem gegrüßt, als wir hier heraufgezogen sind. Wenn wir den hellen, klaren Klang der Glocke hören, dann erinnern wir uns an den 30. Januar 1994. Es war kalt, aber kaum einer hat die Kälte gespürt, so voller Freude waren wir, dass die Kreuzberg-Kapelle endlich fertig war.  Mit ihren Kreuzen haben damals die Schulkinder von Lehrer Gerold Sedlatschek der Kapelle ihren Namen gegeben und wir haben ihn gerne angenommen. Aus den Kreizl-Kindern sind inzwischen Erwachsene geworden. Auch die Linden sind gewachsen. Wie die Zeit vergeht! Die Kreuzberg-Kapelle ist nicht nur eine Erinnerung an die schöne Zeit unserer Gemeinschaft, die, so hoffen wir, auch weiterhin Bestand haben wird. Sie bleibt ein Zeichen der Mahnung in Zeiten der Sorge und Bedrängnis.“  Michael Richter bedankte sich bei allen Helfern und Aktiven der letzten 20 Jahre, die damals mit Rat und Tat, mit Geld, Material und auch Kritik geholfen haben, die Kreuzberg-Kapelle zu bauen. Denn ohne deren Mithilfe wäre die Kapelle nicht entstanden und die 20Jahr-Feier nicht möglich geworden.  Er dankte Wolfgang Graf von Maldeghem, der damals das Grundstück für die Errichtung der Kreuzberg-Kapelle kostenlos zur Verfügung stellte und auch Pfarrer Paul Mahl für den Festgottesdienst und die feierlichen Maiandachten. Dank auch an Viktoria Huber, Anni Einmüller, die Bläser und die Ministranten, die seit 20 Jahren immer mit dabei sind. Er dankte auch den ca. 80 Teilnehmern des diesjährigen Dankgottesdienstes, die aus Haslangkreit, Paar, Stockensau, Radersdorf, Kühbach und von weiter her kamen.  Anschließend trafen sich dann ca. 30 Teilnehmer beim Wirt in Haslangkreit zu einem gemütlichen Gespräch über alte Zeiten. Mit eingeladen waren auch Pfarrer Paul Mahl, die beiden Schwestern Albertis und Irmengild sowie die Ministranten. Einige Fotos erinnerten an die bewegende Zeit des Bildstock- und des Kapellenbaus sowie der Glockenweihe. Natürlich wurden auch Bilder von den Maiandachten der letzten 20 Jahre gezeigt.  Eingerahmt von fünf Linden ist die Kreuzberg-Kapelle schon von weitem zu sehen. Sie ist ein Stück unserer Heimat geworden. Möge die Kreuzberg-Kapelle auch weiterhin ein Mittelpunkt unseres Lebens bleiben.     Besucht sie recht oft. Michael Richter   Maiandacht in der Schlosskapelle am 6.5.2015 Leider hatte es die ganze Nacht hindurch geregnet - mehr als 30 m³ auf den Quadratmeter. Deshalb fiel die Maiandacht an der Kreuzbergkapelle dieses Jahr buchstäblich ins Wasser. Trotz schönsten Sonnenscheins am Abend waren die Wege hinauf doch so sehr aufgeweicht und das Regenwasser stand noch auf dem Weg, dass wir uns entschlossen zum ersten Mal seit Bestehen der Kapelle, die Maiandacht in Haslangkreit in der festlich geschmückten Schlosskapelle der Familie Rössig zu feiern.           Ca. 40 Personen aus Haslangkreit und den umliegenden Ortschaften sind gekommen, um gemeinsam zu beten und zu singen. Begleitet wurden wir von 4 Blechbläsern, die unsere Maiandacht schon seit Jahren musikalisch umrahmten. Dank an alle Teilnehmer, die Ministranten und an Pfarrer Paul Mahl sowie an die Lektoren, und an alle, die die Maiandacht mitgestaltet haben. Dank auch an Familie Rössig, die schon von Anfang an die Schlosskapelle immer als Ausweichlösung bereitstellten. Michael Richter

Marienkapelle Rettenbach

Knapp 2 km westlich von Unterbernbach gelegen, im Ortsteil Rettenbach, befindet sich eine Marienkapelle. Aus dem Grundgedanken heraus, einen geeigneten Zielpunkt für Prozessionen zu haben, erfolgte hier Ende März 1991 die Grundsteinlegung. An Maria Himmelfahrt 1992 wurde die Kapelle offiziell eingeweiht. Seither laden die Mitglieder des Kapellenvereins an diesem Feiertag zu einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem gemütlichen Teil ein.